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Rückblick auf Regionalliga-Saison der Dinslaken Kobras

Eishockey : Dinslaken Kobras ziehen ein positives Fazit

Die Mannschaft hat eine gute Rolle in der Regionalliga gespielt. Trainer Milan Vanek, der das Team zu Saisonbeginn übernahm, ist zufrieden. Bereits jetzt laufen die Planungen für die kommende Spielzeit auf Hochtouren.

Ziemlich genau ein halbes Jahr ist es her, da stand Milan Vanek vor seinem Debüt als Trainer der Dinslaken Kobras. Es war aber nicht nur sein erster Einsatz als Coach des Eishockey-Regionalligisten, sondern auch seine erste Station auf der Trainerbank überhaupt. Was Vanek anfangs in Dinslaken vorfand, war nicht viel. Etliche Spieler hatten den Verein verlassen. Zudem galten die Kobras als krasser Außenseiter.

Milan Vanek leistete gemeinsam mit Thomas Esser, dem Sportlichen Leiter der Kobras, hinter den Kulissen Großes. Das Duo konnten das Team durch einige Zugänge punktuell verstärken. So war letztlich auch der plötzliche Weggang des Leistungsträgers Michal Plichta im November kein Beinbruch für das Team. Kurzerhand wurde der Kanadier Andrew Harrison verpflichtet, welcher neben seinem Landsmann Jesse Parker zu überzeugen wusste.

Ob Jesse Parker (links) auch in der kommenden Saison in Dinslaken spielt, ist noch unklar. Foto: FUNKE Foto Services/Joosten

Dass es anfangs etwas holprig laufen würde, hatte Vanek schon früh vermutet. „Es wird seine Zeit dauern, bis das System richtig greift“, sagte er damals. Tatsächlich brauchten die Kobras eine gewisse Zeit, bis sie das von Vanek geforderte Spiel umsetzen konnten.

Im Dezember zeigten sich schon die ersten Fortschritte. Die stärkste Phase der Hauptrunde hatten die Dinslakener aber dann Anfang Januar. Auf einen 7:4-Erfolg beim Neusser EV folgten noch vier weitere Siege in Serie. Die Kobras mischten die Liga auf und durften zeitweise sogar mit dem vierten Platz liebäugeln. Dass es am Ende der Hauptrunde nur Platz sechs wurde, ist dennoch ein Riesenerfolg für die Kobras.

In den Play-offs knüpften sie dann nahtlos an die guten Auftritte der Hauptrunde an und zeigten im Viertelfinale den typischen Biss. Gegen die favorisierten Bären aus Neuwied unterlagen die Dinslakener im Viertelfinale knapp mit 2:3 in der Best-of-Five-Serie, schafften es aber als einziges Team, über die volle Distanz zu gehen. „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft über die gesamte Saison mehr als zufrieden“, sagt Vanek. Auch wenn ihm der Job an der Seitenlinie großen Spaß bereitet, kann er nicht abstreiten, dass er ab und an selber noch gerne auf dem Eis stehen würde. „Besonders am Anfang habe ich darüber nachgedacht, aber dann auch gesehen, dass die Jungs das ohne mich ganz gut machen. Ich bin aber körperlich immer noch fit genug, um jederzeit einzusteigen“, sagt der Tscheche. Von einem möglichen Comeback auf dem Eis möchte der zwar nicht sprechen, verneint es allerdings auch nicht.

Die Kaderplanungen für die kommende Spielzeit laufen kurz nach dem Ende der Saison schon wieder auf Hochtouren. „Thomas Esser und ich sind fleißig dabei, zu basteln. Wir werden ungefähr 70 Prozent des aktuellen Kaders behalten“, sagt Milan Vanek. Ob sich darunter auch die beiden Kanadier Jesse Parker und Andrew Harrison befinden, möchte der Kobras-Trainer derzeit noch nicht verraten: „Wir werden auch in der nächsten Saison wieder zwei Kontingentspieler haben, mehr sage ich nicht.“

Die Spielzeit ist für die Dinslakener zwar beendet, der Trainingsbetrieb geht aber noch bis Ende März weiter. Diese Zeit wollen die Kobras vor allem nutzen, um mögliche Zugänge im Training genauer unter die Lupe zu nehmen.