Lokalsport: Rot-Weiss gewinnt gegen nur fünf Gäste

Lokalsport : Rot-Weiss gewinnt gegen nur fünf Gäste

Tennis: Der TC Angertal tritt in der Begegnung der 2. Verbandsliga in Dinslaken nur zu fünft an. RW-Damen kassieren in Kamp-Lintfort eine nicht einkalkulierte Niederlage. Hiesfelder Herren in vier Match-Tiebreaks nervenstark.

Neue Hoffnung auf den Klassenerhalt in der 2. Verbandsliga schöpfen die Tennis-Herren des TC Rot-Weiss Dinslaken. Eine Woche nach der enttäuschenden Niederlage in Baerl siegte der Aufsteiger auf heimischer Anlage mit 5:4 gegen den TC Angertal, profitierte dabei auch davon, dass die Gäste nur zu fünft angereist waren. "Wir hatten auf jeden Fall Glück, aber das nehmen wir jetzt einfach mal so mit", befand Mannschaftsführer Stefan Lange.

Hoffnung macht neben dem Gesamterfolg auch eine deutliche Leistungsteigerung der beiden Youngster Nils Watenphul und Robin Börger, die ihre Einzel zwar verloren, aber gegen starke Gegner phasenweise wirklich gut dagegenhielten. Und auf die beiden Niederländer in Dinslakener Diensten ist ohnehin Verlass. René Lindenbergh und Boris Oomes gewannen ihre Einzel völlig ungefährdet und holten schließlich auch noch im gemeinsamen Doppel den entscheidenden Punkt für den ersten Sieg in der neuen Klasse.

In Bestbesetzung hatten sich die Damen des TC Rot-Weiss auf den Weg nach Kamp-Lintfort gemacht, um beim TC Blau-Weiß in ihrem Saisonspiel der 2. Verbandsliga den ersten Sieg einzufahren. Bis zu den Doppeln sah es auch durchaus noch so aus, als könne das Vorhaben der Dinslakenerinnen gelingen, "doch die haben wir dann leider versemmelt", musste Mannschaftsführerin Anika Engelbrecht nach einer 3:6-Niederlage konstatieren.

Engelbrecht selbst, Neuzugang Nina Papies und eine stark aufspielende Anja Lingen, die sich an Position drei im Match-Tiebreak durchsetzen konnte, hatten für ein 3:3 nach den Einzeln gesorgt. Franziska Föcking war an Nummer zwei chancenlos, Gina Betzholz konnte im Spitzeneinzel nach knapp verlorenem ersten Durchgang nicht mehr dranbleiben und Dorothee Schmelt zeigte bei ihrer Zweisatzniederlage keine gute Tagesform.

Während Lingen/Engelbrecht dann klar verloren, hatten es Betzholz/Föcking und Schmelt/Papies durchaus in der Hand, beide Doppel gingen aber trotz gewonnenen ersten Durchgangs noch an den Gegner.

In der Parallelgruppe unterlag der TV Jahn Hiesfeld beim TC Rheinstadion unglücklich mit 4:5. Elisa Schmidtke und Simone Bossak punkteten sowohl im Einzel als auch gemeinsam im Doppel, weil aber die anderen beiden Doppel verlorengingen, war der dritte Einzelpunkt von Lena Brauers letztlich zu wenig.

Nervenstark präsentieren sich die Bezirksliga-Herren des TV Jahn Hiesfeld, die beim 6:3 über den Kahlenberger HTC II alle vier Match-Tiebreaks für sich entscheiden konnten. Mannschaftsführer Robin Pischel wehrte beim Stand von 6:9 sogar drei Matchbälle ab, ehe er noch mit 13:11 die Oberhand behielt. Auch der Belgier Sandro Poli und Youngster Finn Bischof retteten sich nach verlorenem ersten Durchgang in den Entscheidungssatz, wo sie dann aber jeweils deutlich die Nase vorne hatten. Max Erlemann, Yannick Hillen und Andreas Frank verloren ihre Einzel in zwei Sätzen.

"Wir wollten dann irgendwie zwei Doppel gewinnen und holen tatsächlich alle drei", konnte es Pischel am Abend selbst nicht glauben. Die Paarungen Poli/Bischof und Hillen/Erlemann gewannen unerwartet glatt, Pischel/Frank siegten dazu noch im Match-Tiebreak.

Viel Pech hatten die Bezirksliga-Damen der SV 08/29. Friedrichsfeld verlor zwar gegen den Oberhausener THC II mit 2:7, von fünf Begegnungen, die im Match-Tiebreak entschieden wurden, gaben die "Vereinigten" aber auch vier ab. "Schade, wirklich jedes Match war eng. Es hätte auch anders ausgehen können", befand Yoka Krämer, die wie Anika Rhiem ihr Einzel gewinnen konnte. In jedem Fall verzeichnete die 08/29-Nummer drei eine deutliche Steigerung zur Vorwoche.

Ganz ähnlich erging es dem Nachbarn und Ligakonkurrenten TC Rot-Gold in seinem ersten Saisonspiel. Die Voerder Damen unterlagen zu Hause Rot-Weiß Raffelberg am Ende zwar klar mit 1:8, aber auch in dieser Partie gingen drei Spiele erst im Match-Tiebreak verloren. So war die Begegnung schon nach den Einzeln gelaufen. Den Ehrenpunkt aus Voerder Sicht holte Hanna Kunert.

(RP)
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