Lokalsport: RESG Walsum muss im Heimspiel vorlegen

Lokalsport : RESG Walsum muss im Heimspiel vorlegen

Rollhockey-Bundesligist erwartet in der ersten Runde des CERS-Cups CE Lleida Llista aus Katalonien.

Grandios gescheitert - so ließ sich der bisher letzte Auftritt der RESG Walsum auf internationalem Parkett überschreiben. Im Januar dieses Jahres schied der Rollhockey-Bundesligist im Achtelfinale des CERS-Cups denkbar knapp gegen den großen Favoriten, den HC Turquel aus Portugal, aus. Einer 0:4-Niederlage in der Auswärtspartie folgte ein 5:2-Erfolg vor den eigenen begeisterten Fans in der Halle Beckersloh - ein Tor mehr hätte die Verlängerung bedeutet.

In der aktuellen Auflage des CERS-Cups müssen es die Roten Teufel gleich in der ersten Runde wieder mit einem Gegner von der iberischen Halbinsel aufnehmen - und die Konstellation sieht es diesmal vor, dass zunächst das Heimspiel für das Team auf dem Programm steht. Um 20 Uhr ist am Samstagabend CE Lleida Llista aus der spanischen OK Liga bei der RESG Walsum zu Gast.

"Umgekehrt wäre es mir natürlich lieber gewesen, aber dieser Wettbewerb ist halt kein Wunschkonzert", sagt RESG-Trainer Günther Szalek. Seinerzeit hatte sein Team den vermeintlich kaum aufzuholenden Rückstand als zusätzliche Motivation verstanden und dem eigenen Anhang ein herausragendes Spiel geboten. "Jetzt müssen wir das als Mittel zur weiteren Charakterbildung sehen", sagt Szalek. Die Aufgabe wird es sein, beim Auftritt in eigener Halle am Samstag ein Ergebnis herauszuholen, das für das Rückspiel in drei Wochen in Katalonien noch alle Optionen zum Einzug in die nächste Runde offenlässt.

Dass dies ein kompliziertes Unterfangen werden dürfte, steht auf einem ganz anderen Blatt. Spanien und Portugal sind Europas mit Abstand stärkste Rollhockey-Nationen. Erst vor kurzem standen sich beide im Endspiel um den Weltmeistertitel gegenüber, das Spanien im Penaltyschießen für sich entschied.

Lleida hat sich als Vorjahresneunter der OK Liga für das internationale Geschäft qualifiziert und belegt aktuell den fünften Tabellenplatz. "Die Mannschaft hat im Sommer fünf neue Spieler dazubekommen", sagt Günther Szalek, der sich mit einer Charakterisierung des Teams schwertut. "Das Ergebnis unserer Analyse ist, dass dieser Gegner sich nicht analysieren lässt", sagt der Trainer des Bundesligisten. Soll heißen: Der Spielstil des Kontrahenten aus Spanien hängt stark davon ab, wer aus dem mit sehr unterschiedlichen Akteuren besetzten Kader gerade auf der Platte steht. Zu den Leistungsträgern gehört der Argentinier Darío Giménez, der zuletzt beide Tore zum 2:1-Sieg in Girona erzielt hat. Dazu kommen die französischen Brüder Roberto und Bruno di Benedetto.

Die Walsumer Zuschauer könnten, wenn es der Spielverlauf denn hergibt, erstmals einen Blick auf den spanischen Neuzugang Pelayo Ramos werfen. Er ist in der Bundesliga aufgrund der Ausländerregelung bislang noch nicht für die RESG Walsum zum Einsatz gekommen. Bei internationalen Begegnungen darf Pelayo Ramos aber mitwirken.

(T.K.)
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