Lokalsport RESG stoppt die Bisons aus Calenberg

Walsum · Rollhockey: Günter Szaleks Meisterschaftsdebüt mit dem 8:5-Erfolg geglückt. Nun nach Krefeld.

 Jubel im Dreierpack: Pedro Queiros, Philipp Kluge und Nuno Rilhas (von links) feiern einen der acht Walsumer Treffer.

Jubel im Dreierpack: Pedro Queiros, Philipp Kluge und Nuno Rilhas (von links) feiern einen der acht Walsumer Treffer.

Foto: Udo Milbret

So hatte sich Günther Szalek das vorgestellt. Ganz genau so. Sein erstes Heimspiel als Cheftrainer der RESG Walsum hielt, was der frühere Torjäger versprochen hatte: Es gab unbändigen Einsatz, großes Spektakel und endlich einmal einen Sieg gegen ein Topteam der Rollhockey-Bundesliga zu sehen. Mit 8:5 (4:3) bezwangen die "Roten Teufel" den Tabellendritten SC Bison Calenberg.

Die angeschlagene Kehle musste der Nachfolger des zurückgetretenen Detlef Strugala erst einmal mit Wasser durchspülen, ehe er sein Fazit ziehen konnte: "Das war phänomenal. Wir haben die Calenberger nicht zur Entfaltung kommen lassen." Wie genervt beispielsweise Milan Brandt von der Walsumer "Intensivbetreuung" war, zeigte sich noch nach Spielschluss, als der Toptorjäger der Bundesliga mit dem Schiedsrichtergespann Sörensen/Tissen noch vermeintliche Fehlpfiffe durchdiskutierte - umso erstaunlicher, da eher die Gastgeber sich von den sehr kleinlich leitenden Unparteiischen hätten benachteiligt fühlen können. Symptomatisch: Vier der fünf Gästetreffer resultierten aus Strafstößen; zwei weitere konnte der starke Tobi Wahlen abwehren.

Außerdem setzte es gleich vier blaue Karten - zwei davon gegen Kapitän Philipp Kluge, der somit die komplette zweite Halbzeit am Rande einer dauerhaften Hinausstellung wandelte. Da hatte Günther Szalek aber keinerlei Sorgen: "Ich kenne den Philipp gut, der hat das im Griff." Dies war umso wichtiger, da der Coach nur mit fünf Spielern durchrotieren ließ und bewusst auf Youngster Christopher Berg verzichtete, um ihn dem Druck eines solchen Spiels nicht auszusetzen.

Das aufgebotene Feldspielerquintett setzte Szaleks Vorgaben derweil exakt in die Tat um. Von Beginn an war die Präsenz zu erkennen, die er sich wünschte, um die eigenen Fans endlich mal wieder mitzureißen. Gleichzeitig glänzte der Rekordmeister aber auch spielerisch: Fast alle Treffer entsprangen sehenswerten Kombinationen. Ebenfalls sehr bemerkenswert war die Moral, die Kluge und Co. an den Tag legten: Dreimal glichen die Gäste aus Niedersachsen aus, davon zweimal durch den Ex-Walsumer Sebastian Haas, dessen 4:4 (26.) und 5:5 (33.) durchaus Knackpunkte hätten werden können. Doch die Reaktion von RESG-Seite stimmte immer - vor allem nach dem 5:5, als Pedro Queiros und Felipe Sturla mit einem Doppelschlag innerhalb einer Minute die Vorentscheidung herstellten.

Am kommenden Samstag müssen die Walsumer nun mit einem weiteren Sieg bei Schlusslicht HSV Krefeld den siebten Platz verteidigen.

Tore: 1:0 Boogers (4.), 1:1 Brandt (5.), 2:1 Queiros (7.), 3:1 Boogers (9.), 4:1 Sturla (15.), 4:2, 4:3 Brandt (16., 25.), 4:4 Haas (26.), 5:4 Rilhas (28.), 5:5 Haas (33.), 6:5 Queiros (35.), 7:5 Sturla (36.), 8:5 Queiros (43.).

(T.K.)
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