Lokalsport: Radrennen soll in die Innenstadt wechseln

Lokalsport : Radrennen soll in die Innenstadt wechseln

Bei der 27. Auflage des Radrennens des RSC Dinslaken im Gewerbegebiet sind rund 200 Teilnehmer am Start. Norbert Seewald siegt. Der neue Austragungsort soll kommendes Jahr noch mehr Zuschauer an die Strecke locken.

Im Gewerbegebiet Mitte gab es einige heikle Stellen. Im Rennen stürzten mehrere Fahrer. Foto: Jochen Emde

Immer wieder fegte ein kalter Luftzug durch die Zuschauerreihen und das Knacken der Gangschaltungen durchbrach die Stille, als das Hauptfeld über die Zielgerade schoss. Beim 27. Radrennpreis des RSC Dinslaken war das Hauptfeld der Männer-C-Klasse unbarmherzig und holte jeden Ausreißer ein, so dass am Ende im Zielsprint nach 55 Runden (60,5 Kilometer) über den Gewinner entschieden werden musste. Dieser hieß Norbert Seewald vom RSV Gütersloh.

Kurz nach ihm kam Sean Christopher Feldhaus ins Ziel, der für den MSV Essen-Steele an den Start ging. "Dass ich auf das Treppchen fahre, hätte ich nicht unbedingt gedacht. Eigentlich bin ich eher Mountainbiker", sagte Feldhaus. Der Dritte im Bunde war Sven Schmeling, der für den RRC Duisburg an den Start ging. "Unter die ersten Zehn wollte ich schon kommen. Das Feld war sehr schnell. Auf der Zielgeraden habe ich einfach nur noch gestrampelt", sagte Schmeling.

Leider blieb das Rennen nicht ohne Stürze. In der Kurve zur Zielgeraden kamen in der letzten Runde sechs Fahrer zu Fall. Im Jedermann/Polizeicup-Rennen zuvor verletzte sich ein Teilnehmer sogar schwer. "Es ist etwas sehr Unschönes, was sich in diesem Sport aber leider nicht vermeiden lässt", sagte der Hauptorganisator und Vorsitzende des RSC Dinslaken, Dirk Kottenhahn.

Insgesamt bot der Gastgeber fünf Rennen an, die U17- und U19-Junioren machten den Anfang. Bei der U17 sicherte sich Erik Horsthemke (RSV Gütersloh) den ersten Platz, bei der U19 gewann Mika Heming (RC Bocholt). Bei den Zweier-Mannschaften gewannen Sean Christopher Feldhaus (MSV Essen-Steele) und Jannik Wüster (TV Voerde) über die Kurzdistanz von 2,2 Kilometer. Beim Seniorenrennen 3 und 4 konnte sich Volker Ernst vom RSC Rheinbach den ersten Platz sichern. Die Senioren 2 gewann Patrick Vogt (Squadra Ciclismo Colonia). Das Jedermannrennen, bei dem jeder Hobbyfahrer ohne Lizenz mitfahren konnte, gewann Karsten Klein von der Deutschen Kinderkrebsstiftung, den neuen Polizeicup holte sich Harald Frank von der Squadra Colonia.

Schirmherr war Bürgermeister Michael Heidinger, der das Traditionsrennen unbedingt in die Dinslakener Innenstadt holen will. "Diese Veranstaltung hat einfach mehr Zuschauer verdient. In diesem Jahr sind wir noch an den Sponsorengeldern gescheitert, ich bin aber zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr in der Innenstadt zu finden sind", so Heidinger. Auch Kottenhahn träumt von der Innenstadt: "Dort könnte man auch mehr für Kinder anbieten und die Reichweite wäre nochmal eine ganz andere."

Aber auch im Gewerbegebiet Mitte konnte der RSC in diesem Jahr einen Zuwachs an Teilnehmern verbuchen, insgesamt gingen 200 Radrennfahrer an den Start. "Der 3. Juni ist einfach ein guter Termin. In der C-Klasse wird noch um den Aufstieg gefahren und wir sind das einzige Radrennen in der größeren Umgebung", sagte Kottenhahn zum neuen vorgezogenen Termin des Radrennens.

(RP)
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