Lokalsport: Pia Münker testet ihre Nachwuchspferde

Lokalsport : Pia Münker testet ihre Nachwuchspferde

Das Internationale Vielseitigkeitsturnier beim RuF Hünxe hat begonnen. Sportsoldatin kann ihren Titel nicht verteidigen.

Die schwarze Wolke, die am Vormittag im Norden auftaucht, ist schnell wieder weg. Ohne für größere Unruhe zu sorgen. "Keine fünf Tropfen" hat Dieter Heisterkamp, der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Hünxe gezählt. Dann scheint die Sonne wieder und taucht die prächtige Anlage am Gutshof "Glückauf" wieder in ein überaus freundliches Licht. Ländliche Urlaubsstimmung und Spitzensport gehen seit gestern wieder am Sternweg einher. Mit zwei Geländepferdeprüfungen und den Dressurwettbewerben startete das 12. Internationale Vielseitigkeitsturnier beim RuF gewohnt ruhig und bedächtig. Am heutigen Geländetag (ab 10 Uhr), traditionell das Highlight der dreitägigen Veranstaltung, sollte es dafür umso voller und lebhafter werden.

Foto: Martin Büttner

Ein ruhiger Start am Freitag, an dem viele der Fans, die aus ganz Deutschland und dem umliegenden Ausland anreisen, noch arbeiten müssen, ist vollkommen normal. Alles wie immer also. Dabei stand die Austragung der Rheinischen Meisterschaften in Bucholtwelmen in diesem Jahr sogar auf der Kippe. Denn wegen des vielen Regens im Frühsommer konnten die Verantwortlichen nicht so zeitig wie sonst mit den Aufbauarbeiten beginnen. "Wir hatten uns eine Frist gesetzt. Wenn wir bis zum 10. Juli nicht auf die Weiden gekommen wären, hätten wir abgesagt", erzählt Heisterkamp, der selbst zum eingespielten Team gehört, das sich alljährlich um den aufwendigen Geländeparcours kümmert.

Frauke Rockhoff (rechts) und Full Hope machten in der Dressur eine gute Figur. Foto: Büttner Martin

Am 8. Juli konnten die Hünxer dann tatsächlich loslegen. Und mit einem neuen, von der IGV (Interessen-Gemeinschaft Vielseitigkeit) Rheinland zur Verfügung gestellten Hindernis-Befestigungssystem ging die Arbeit dann auch leichter als bisher von der Hand. "Da konnten wir dann schon mal abends um halb neun ein Bierchen trinken und nicht, wie sonst schon häufiger, erst um zehn oder elf Uhr", schmunzelt der RuF-Vorsitzende, der nach getaner Arbeit am Wochenende nun vor allem repräsentative Aufgaben übernimmt.

Die Meldezahlen liegen in Hünxe trotz des gerade über die Bühne gegangenen CHIO in Aachen und den baldigen Olympischen Spielen in Rio ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre. Bei den Ponyreitern sind es sogar wesentlich mehr als gewöhnlich, auch weil Bundestrainer Fritz Lutter noch ein letztes Mal für die Europameisterschaft in Dänemark sichtet. "Insgesamt haben wir diesmal nur ganz wenige Ausfälle zu verzeichnen. Nahezu alle, die genannt haben, sind auch gekommen", freute sich die Hünxer Pressesprecherin Christina Skoeries gestern.

Einen überaus prominenten Ausfall gibt es allerdings zu beklagen: Stachus, der Wallach, mit dem sich die 23-jährige Sportsoldatin Pia Münker im letzten Jahr die Rheinische Meisterschaft sicherte, ist erkrankt und kann seinen Titel nicht verteidigen. Münker, eine der talentiertesten Vielseitigkeitshoffnungen Deutschlands, ist trotzdem wieder nach Hünxe gekommen, testet einige ihrer Nachwuchspferde.

Mit Dunkin Donut belegte die Blondine aus Meerbusch in der Geländepferdeprüfung der Klasse A** gestern schon einmal den zweiten Platz hinter Ben Leuwer (RJC Rodderberg) und Dacona. Einträglich auf den geteilten neunten Platz schafften es zwei Hünxer Reiterinnen: Svenja Fink mit Good Luck und Jana Lehmkuhl mit Volano. Ihre Vereinskameradin Inga Backmann konnte sich mit Dieter nicht platzieren.

(RP)
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