Personelle Sorgen bei Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken hat große Personalsorgen

Der Spitzenreiter der Regionalliga ist am heutigen Samstag beim TV Aldekerk zu Gast. Mehrere Akteure sind angeschlagen. Der Tabellenfünfte ist besonders heimstark und hat auch beim 28:26-Sieg im Hinspiel überzeugt.

Vieles, was dieser Tage mit Handball zu tun hat, kann Harald Jakobs nur mit einem leisen Seufzen kommentieren. Das Training am Dienstag? Abgesagt. Die Übungseinheit am Donnerstag? Nur spärlich besucht.

Die Erkältungswelle trifft den Handball-Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken zu einer Unzeit. Das weiß auch Trainer Jakobs, der die Ansprüche vor dem Spiel am heutigen Samstag beim TV Aldekerk um 19.30 Uhr in der Vogteihalle bewusst eindampft. „Die Trainingswoche war alles andere als optimal. Selbst wenn beim Spiel wieder alle dabei sein können, werden ja nicht alle fit sein. Deshalb gehen wir mit den entsprechenden Erwartungen in die Begegnung. Das ist schade“, sagt der Coach. Ärgerlich ist es auch, weil die Dinslakener mit dem ATV aus dem Hinspiel (26:28) noch eine Rechnung offen haben.

Bis auf das Saisonauftaktspiel gegen den TSV Bonn rrh. (28:32) verließen die Aldekerker immer als Sieger die heimische Vogteihalle. „Woran es liegt, dass sie zuhause so stark sind, weiß ich gar nicht. Es ist ja ohnehin ein Team, dass immer Vollgas gibt. Vielleicht machen sie für die eigenen Fans noch etwas mehr Tempo. Ich weiß aber, dass Dinslaken da nie gut ausgesehen hat und schon oft Lehrgeld bezahlen musste“, sagt Harald Jakobs.

Um das Konto nicht zu belasten, hat sich der gebeutelte MTV einen Plan zurechtgelegt. „Zwei Dinge“, zählt Jakobs auf. „Die Kreise von Julian Mumme eindämmen und in der Rückwärtsbewegung alles geben. Nach technischen Fehlern müssen wir fix wieder zurück, sonst bekommen wir die Hütte voll. Am besten immer ein Tor machen, dann haben wir etwas mehr Zeit.“ Rückraummann Mumme, der mit 84 Toren derzeit Neunter der Regionalliga-Torstatistik ist, hatte den Dinslakenern schon im Hinspiel ordentlich auf den Zahn gefühlt.

„Den haben wir nicht in den Griff bekommen. Da war er sehr torgefährlich und hat auch seine Mitspieler gut in Szene gesetzt “, sagt Jakobs, der auch Thomas Jentjes und den erfahrenen Christoph Kleinelützum im Rückraum auf dem Zettel hat. „Insgesamt ist das eine sehr gute Mannschaft mit vielen jungen, ehrgeizigen Spielern.“

Dass der TV Aldekerk als Tabellenfünfter zuletzt nicht unbedingt mit Konstanz überzeugen konnte – in den vergangenen vier Begegnungen gab es drei Niederlagen – spielt in den Überlegungen der Dinslakener kaum eine Rolle. „Wir fahren nicht dahin, um die Punkte freiwillig abzugeben, aber das wird ein hartes Stück Arbeit“, sagt der MTV-Trainer. Als Ersatzmann für den Notfall hat Florian Körner seine Dienste angeboten.

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