Personalprobleme beim MTV Rheinwacht Dinslaken

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken muss improvisieren

Im Heimspiel gegen den TV Jahn Köln-Wahn fehlen dem Regionalligisten mit Philipp Tuda und Jonas Höffner die beiden etatmäßigen Halbrechten. Zudem warnt Coach Harald Jakobs vor dem Kölner Top-Shooter Alexander Senden.

Fabian Gorris kam sich schon vor „wie im Film“. Der Rückraumspieler des Handball-Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken fühlte sich gerade nach dem Sieg im Top-Spiel in Ratingen an diese typischen Hollywood-Streifen mit der immer gleichen Handlung erinnert. Eine Mannschaft, der anfangs eigentlich niemand etwas zutraut, schafft es, sich im Laufe einer Saison immer weiter zu steigern und vor allem dank des großen Teamgeistes übermächtig scheinende Brocken aus dem Weg zu räumen, um dann am Ende sogar die nie für möglich gehaltene Meisterschaft zu feiern.

Das Happy-End steht noch aus, doch das Sportlermärchen, in dem sich die Dinslakener aktuell bewegen, hat bereits Kassenschlager-Qualität. Auch am morgigen Sonntag um 11.15 Uhr beim Heimspiel des Überraschungstabellenführers gegen den TV Jahn Köln-Wahn sollte die Douvermannhalle wieder richtig voll werden.

Acht Partien muss der Aufsteiger noch möglichst erfolgreich bestreiten, um am Ende vielleicht tatsächlich die Meisterschaft zu feiern. Die Aufgabe daheim gegen die Kölner zählt dabei auf dem Papier zu den leichteren, auf die leichte Schulter nehmen darf man die von Olaf Mast gecoachte Mannschaft aber auf keinen Fall. Zumal die Dinslakener selbst nicht nur auf Philipp Tuda (Mittelhandbruch) verzichten müssen, sondern mit dem urlaubenden Jonas Höffner auch auf den zweiten Akteur, der für gewöhnlich im halbrechten Rückraum eingesetzt wird. Improvisation ist also gefragt.

MTV-Coach Harald Jakobs geht davon aus, dass im Laufe der Partie alle verbleibenden Rückraumspieler auf dieser Position eingesetzt werden. Eine weitere Option sei es, Rechtsaußen Steffen Hahn dorthin zu beordern. Dazu hat die Dinslakener Mannschaft schon häufig in dieser Spielzeit bewiesen, dass sie auch gut mit zwei Kreisläufern operieren kann. Für den Fall der Fälle stellt sich auch wieder Routinier Florian Körner zur Verfügung.

„Ich rechne in jedem Fall mit einem ganz schwierigen Spiel“, sagt Jakobs. „Wahn wird diesmal sicher mit Alexander Senden seinen Top-Shooter zur Verfügung haben. Außerdem ist Olaf Mast ein ganz erfahrener Trainer, der die Videos von unseren Spielen sicher genau studiert hat.“ Unterschätzen sollte der MTV den Kontrahenten also auf keinen Fall. Jakobs ist sich aber auch sicher, dass seine Schützlinge die Begegnung mit dem Tabellenneunten, der mit 16 Zählern noch nicht gerettet ist, nicht überheblich angehen werden. „Ansonsten werde ich da ganz schnell gegensteuern“, sagt der Coach.

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