Nur knapp geschlagen

Im Lokalduell gegen die Spfr. Hamborn 07 zeigte Handball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld trotz enormer Verletzungssorgen eine engagierte Leistung. Am Ende siegten aber wie im Hinspiel die "Löwen", die mit 30:29 die Oberhand behielten. Oliver Holzmann feierte ein starkes Comeback.

Ein insbesondere in der Schlussphase hochgradig spannendes Oberliga-Duell erlebten die Zuschauer der Partie zwischen dem TV Jahn Hiesfeld und den Spfr. Hamborn 07. Nach 60 Minuten behielten die "Löwen" letzten Endes verdient mit 30:29 (15:14) die Oberhand. Ein wenig haderte Jahn-Coach Matthias Waclawczyk mit der Vielzahl an Unzulänglichkeiten, die seiner Truppe immer wieder unterliefen: "Letzten Endes haben wir es selber in der Hand gehabt. Insgesamt war das kein gutes Spiel. Wir haben einfach zu viele einfache Fehler gemacht, so dass wir uns am Ende auch nicht über die Niederlage beklagen können. Mit dem Engagement und dem Einsatz der Mannschaft bin ich aber hundertprozentig zufrieden."

Die Partie verlief höchst ausgeglichen. Hamborn 07 lag zwar größtenteils mit einem oder zwei Tore in Front, konnte sich aber zu keiner Zeit entscheiden absetzen. Auf der Gegenseite bemühten sich die "Veilchen" mit Erfolg im Spiel zu bleiben. Lediglich einmal gelang es der Truppe von Werner Enders in der ersten Hälfte mit drei Toren davonzuziehen – 10:13 (26.). Bis zur Halbzeitsirene schafften es die "Veilchen" aber wieder, sich eine gute Ausgangsposition für die zweite Hälfte zu verschaffen. Eine blitzsaubere Leistung zeigte Oliver Holzmann, der aufgrund der Personalmisere sein Comeback in der "Ersten" feierte. Nicht nur wegen seiner sechs Tore, aber auch mit seinem konsequenten Deckungsverhalten wusste der Routinier zu überzeugen.

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Im zweiten Spielabschnitt spitzte sich das Geschehen zu. Die Waclawczyk-Truppe konnte in der 44. Minute erstmals ausgleichen – 20:20. Anschließend standen sich die "Veilchen" aber immer wieder selber im Weg. So vergaben Sven Upietz aber auch Marvin Görgen und Felix Busjan immer wieder aus aussichtsreicher Position. Die Gäste taten sich ihrerseits aber auch sehr schwer das Spiel in den Griff zu bekommen. Weder Nikolai Hellmich noch Max Krönung verstanden es dem Spiel ihrer Truppe die entscheidende Richtung zu geben.

So blieb es bis kurz vor der Schlusssirene spannend. Beim Stand von 27:29 nahm Waclawczyk eine Auszeit. Die Wirkung blieb nicht aus. Holzmann brachte seine Truppe noch einmal auf 28:29 heran. Jetzt wurde es so richtig dramatisch. Zunächst reagierte der erneut bestens aufgelegte Stefan "Paule" Meyer gegen Hamborns ebenfalls starken Kreisläufer Sebastian Bartmann. Im Gegenzug vergab Felix Busjan seinerseits eine glasklare Chance gegen 07-Keeper Tobias Kokott. Die beiden Tore in den Schlusssekunden zum 29:30-Endstand waren dann nur noch Ergebniskosmetik.

TV Jahn: Meyer, Bouten; Voss (4), Upietz (5), Görgen (4), Fehlemann (2), Busjan (4/4), Scharfenberg (3), Mergner (1), Holzmann (6), Jakobs.

(RP)