Lokalsport: Nürnberger Lob: "Der MSV ist ein brutal guter Neuling"

Lokalsport : Nürnberger Lob: "Der MSV ist ein brutal guter Neuling"

Die Niederlage des MSV Duisburg beim neuen Spitzenreiter 1. FC Nürnberg war kein Beinbruch. Schnell hatten sich Spieler und Trainer Ilia Gruev darauf verständigt. Man war einer Mannschaft mit Ambitionen und Können mit 1:3 unterlegen. So etwas kann vorkommen. Die Enttäuschung machte sich weniger an der Niederlage selbst fest. Auch wenn der MSV Duisburg es einmal mehr verpasste, mit Holstein Kiel auf Rang drei der Zweiten Bundesliga nach Punkten gleichzuziehen.

Was alle beschäftigte: Eigentlich hatten die Zebras in Nürnberg keineswegs enttäuscht. Sie spielten trotz eines frühen 0:2-Rückstands kontrolliert weiter. Der Gast hielt die Ordnung und war über lange Phasen mehr als nur gleichwertig. "Der MSV ist ein brutal guter Neuling", lobte Nürnbergs Trainer Michael Köllner denn auch.

Coach Ilia Gruev machte sein Fazit an der Statistik fest. Der MSV hatte mehr Ballbesitz (57 Prozent) als der Club, gewann mehr Zweikämpfe (56 Prozent) und wies auch mehr Torschüsse (15:10) auf. "Wir haben uns gut verkauft", sagte Gruev. Stolz war er auf seine Mannschaft, dass sie nach dem 0:2 nicht eingebrochen sei. Kapitän Kevin Wolze schaute auch schon schnell wieder voraus: "Jetzt kommt Ingolstadt. Da wollen wir es wieder gut machen und näher an die 40 Punkte kommen." Wolze ist dann freilich nicht dabei. Er sah in der 35. Minute die fünfte Gelbe Karte. Ilia Gruev muss also erneut an der Viererkette basteln.

Die Stirn legt sich beim MSV Duisburg freilich nur sanft in Falten, weil für den Aufsteiger in dieser Saison eben mehr geht, als 40 Punkte für den Klassenerhalt einzusammeln. Nach den Spielen gegen Ingolstadt, Kiel und Düsseldorf weiß man, wie viel mehr wirklich in dieser Saison noch für die Mannschaft geht.

(kew)