Niederrheinpokal: RWS spielt nun beim Wuppertaler SV

Fußball-Niederrheinpokal : RWS tritt Heimrecht an Wuppertaler SV ab

Erneut Unstimmigkeiten zwischen RWS und dem VfB Lohberg wegen der Partie im Niederrheinpokal.

Die Rivalität zwischen den Lohberger Fußballvereinen RWS und VfB ist längst kein Geheimnis mehr. Mittlerweile treten beide in unterschiedlichen Ligen an, für die Offiziellen aber kein Grund, den Streit zu beenden. Am 8. August hat RWS Lohberg die Ehre, im Niederrheinpokal gegen den Wuppertaler SV, der in der Regionalliga West um Punkte kämpft, anzutreten. Um dem Spiel einen würdigen Rahmen zu geben, wollte RWS die Partie in der Dorotheen-Kampfbahn, dem Stadion des VfB, austragen. Die Kommunikation zwischen den beiden Vereinen ist jedoch ins Stocken gekommen, nun treten die Lohberger das Heimrecht schweren Herzens an die Wuppertaler ab.

„Ich habe mehrfach versucht, Frau Wistuba (Vorstandsvorsitzende des VfB, Anm. d. Red.) zu erreichen. Aber beim VfB meldet sich niemand auf meine Anfragen. Ich finde so etwas armselig“, sagt ein angefressener Ali Acabuga, Vorsitzender von RWS.

Das Heimrecht abzutreten, könnte sich zumindest finanziell für RWS lohnen, da in Wuppertal sicher mehr Zuschauer kommen. Diese Tatsache spielt für Acabuga aber nur eine kleine Rolle: „Wie oft spielen wir als Amateure gegen solche Mannschaften? Es wäre für die Freunde und Verwandten der Spieler sicherlich schöner, die Begegnung in Lohberg zu sehen. In meinen Augen wäre das ein Highlight für die ganze Stadt gewesen.“ Für den Vorsitzenden spielt das Problem der Kommunikation aber nicht nur im Hier und Jetzt eine Rolle, er sieht auch Probleme für die Zukunft: „Wir sollen uns künftig eine ganze Anlage teilen. Ich weiß nicht, wie so etwas funktionieren soll.“

Wistuba entgegnet, dass sie zurzeit im Urlaub ist und die Angelegenheit schon seit einer ganzen Weile geklärt sei. Die Stadt hätte sie angerufen, um nach ihrer Meinung zu einer Austragung der Partie in der Dorotheen-Kampfbahn zu fragen. „Ich habe gesagt, dass das schlecht ist, weil unsere Kabinen kaputt sind, da wir einen Rohrbruch hatten und dass mir das wegen der Sicherheitsbestimmungen zu heikel ist“, erklärte die VfB-Vorsitzende. Man habe schon vor einigen Jahren beim Oberliga-Spiel des TV Jahn Hiesfeld gegen den WSV gesehen, dass ein enormer Aufwand betrieben werden musste und dennoch einige Wuppertaler Chaoten im Stadion trotz großem Polizeiaufgebot randaliert hätten.

(che/pst)
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