Handball: Neu mit der Rückhand

Handball: Neu mit der Rückhand

Auch wenn Handball-Verbandsligist MTV Rheinwacht Dinslaken beim SV Schermbeck nicht komplett antreten konnte, so reichte es doch zu einem 32:21 (17:12)-Erfolg. Am Ende wurden die Gastgeber sogar düpiert.

Schermbeck Es herrscht schon eine eigenartige Atmosphäre in der Sporthalle der Gesamtschule Schermbeck an der Erler Straße, wenn der dortige Handball-Verbandsligist seine Heimspiele austrägt. Und besonders die Schiedsrichter haben es nicht leicht, werden sie doch zum Teil auf Übelste von den Rängen beschimpft. So auch wieder am Samstag, als der zuletzt so erfolglose SVS gegen den Tabellenführer MTV Rheinwacht Dinslaken die nächste Packung bezog. Die fiel mit 21:32 (12:17) zwar nicht ganz so katastrophal wie in der Hinserie aus, doch eine echte Chance besaßen die Gastgeber gegen das Team am Spielertrainer Marius Timofte in keiner Phase der Begegnung.

Und das, obwohl der zukünftige Oberligist nicht seine beste Sieben zur Verfügung hatte. Auf Halblinks fehlte nämlich mit Benjamin Jacobs, der zu Studienzwecken in Indonesien weilt, der Stabilisator sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Doch diese Lücke füllte Daniel Alberts problemlos aus. Die lange Pause nach seinem Spanien-Aufenthalt merkte man ihm kaum an. Er machte nicht nur fünf blitzsaubere Tore, sondern packte auch in der Abwehr zu. was sich schon nach 20 Minuten in zwei Zeitstrafen dokumentierte – die dritte folgte zwei Sekunden vor Schluss.

Schneider steigerte sich

Zudem macht Marco Salzbrunn im Moment Skiferien, und so stand Andor Schneider zwischen den Pfosten. In den ersten Minuten bekam er zwar keinen Ball zu fassen, doch besonders in der zweiten Halbzeit wurde er zum gewohnten Rückhalt, auch wenn er sich mehrfach an seinen lädierten Rücken fasste. In den letzten fünf Minuten machte er dann Platz für Nachwuchskeeper Thomas Grah.

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"Das war nun das dritte Spiel in Folge gegen Schermbeck, das wir so klar gewonnen haben", zeigte sich MTV-Spielertrainer Marius Timofte hinterher zufrieden, "die Abwehr stand gut, in der zweiten Halbzeit haben wir auch unsere Chancen genutzt."

Nach einem 5:9 kam Schermbeck nur noch einmal heran (12:13), dann zog der MTV davon. Düpieren lassen mussten sich die nicht zimperlichen Gastgeber, die acht Zeitstrafen kassierten, durch Felix Neu. Der Rechtsaußen markierte den Treffer zum 20:31 mit der Rückhand.

MTV Rheinwacht: Schneider, Grah; J.L. Jacobs, Alberts (5), Sentner (1), Mittelsdorf (4), Neu (2), Willam (5), Janduda (1), Brandscheid (4), Wagner, Timofte (9/4), Thiel (1).

(RP)
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