Lokalsport: Nervöse Voerder starten mit zwei Siegen

Lokalsport : Nervöse Voerder starten mit zwei Siegen

Faustball: Obwohl es noch viele spielerische Defizite gab, gingen die Herren des TVV mit zwei Erfolgen in die Saison in der Bundesliga. Dem 5:1 gegen Aufsteiger Berliner TS ließ die Mannschaft gestern ein 5:4 beim TV Brettorf folgen.

Zum Start in die Saison der Faustball-Bundesliga konnten die Herren des TV Voerde ein 5:1 ( 7:11, 12:10, 11:8,11:8,11:4, 11:7) gegen den Aufsteiger Berliner TS verbuchen. Allerdings brauchten die Voerder eine Weile, um ins Spiel zu kommen. Im ersten Satz nahmen die Berliner eine Auszeit beim Stand von 7:6 aus ihrer Sicht. Die restlichen Punkte schenkten die Gastgeber mehr oder weniger fahrlässig her, indem der Ball die Leine berührte, im Aus landete oder die Abwehraktion missglückte.

Im zweiten Satz zeigten die Gastgeber wieder Nerven. Nach einer 7:3-Führung ließen die Voerder die Berliner auf 9:8 herankommen. Beim 10:9 aus seiner Sicht nahm der TVV eine Auszeit und fuhr den Satz letzendlich nach Hause. Im dritten Satz gestaltete sich das Geschehen weiterhin ausgeglichen und spektakulär. Einige Ballwechsel gingen mehrfach hin und her. Beide Mannschaften zeigten starke Abwehraktionen, doch der TVV blieb wieder siegreich. In der darauffolgenden Pause monierte Voerdes Trainer Sebastian Pynappel, dass sein Team zu unkonzentriert agiere und dem Gegner so Punkte schenke. Nach der Pause wechselte Pynappel Ingo Hansen für den teilweise unglücklich agierenden Matthias Kreil auf der rechten Abwehrposition ein.

Doch auch nach dem Wechsel wirkten die Voerder zeitweise verunsichert. Zunächst sicherte sich der TVV eine 9:2-Führung, ehe Berlin auf 10:7 herankommen konnte und Pynappel eine Auszeit zur Konzentration seiner Mannschaft nahm. Diese nutzte Philip Hofmann, um mit einer guten Angabe den Satz zu beenden. Den fünften Satz brachten die Grün-Weißen dann ohne größere Probleme über die Bühne und machten im sechsten Satz alles klar.

"Das war die Kategorie Arbeitssieg", resümierte Pynappel. "Zwei Sachen kamen zusammen: Berlin hat gut gespielt -das muss man auch mal anerkennen - und wir haben uns das Leben mit leichten Fehlern schwergemacht", fasste der Übungsleiter zusammen. "Abgesehen vom ersten Satz sind wir in den entscheidenden Situationen ruhig geblieben. Ich hatte gehofft, wir sind einen Schritt weiter, aber einige konnten auch nicht so trainieren wie gewünscht", sah der Coach noch großen Verbesserungsbedarf bei seiner Truppe.

Auch am gestrigen Sonntag beim TV Brettorf hatten die Voerder wieder mit ihren Nerven zu kämpfen, setzten sich letztlich aber mit 5:4 (8:11, 11:9, 7:11, 11:9, 11:7, 11:5, 9:11, 8:11, 11:6) durch. Wie gegen Berlin kam zusammen, dass sein Team unsauber und unpräzise und der Gegner ein gutes Match gespielt habe, konstatierte Pynappel. "Wir haben 4:2 geführt, aber bringen es momentan nicht nach Hause. Wichtig war, dass wir die Kurve am Ende gekriegt haben", war der Coach erleichtert, dass sein Team wieder "in den entscheidenden Situationen die Ruhe bewahrt" habe. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber das kann ein wichtiger Sieg für uns sein. Mit den vier Punkten bin ich zufrieden", freute sich Pynappel, dessen Team sich auf den zweiten Platz hinter Ligafavorit VfK Berlin gesetzt hat, der am nächsten Wochenende in Voerde zu Gast sein wird. "Von der Moral und vom Kampf her war das heute top. Wenn wir uns jetzt noch spielerisch steigern, dann sieht es sehr gut aus", blickt der Übungsleiter zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben.

(RP)