Lokalsport: Nach der Pause kommt Jahn in Mülheim unter die Räder

Lokalsport : Nach der Pause kommt Jahn in Mülheim unter die Räder

Hiesfelder Verbandsliga-Handballer brache in Mülheim nach der Halbzeit ein und verloren mit 24:37 (13:13).

Werner Schwarzenberg hatte sich auch am Tag danach noch nicht wieder gefangen. "Mir fehlen die Worte", seufzte der Trainer des Handball-Verbandsligisten TV Jahn Hiesfeld II. Was dem "Veilchen"-Coach die Sprache verschlagen hatte, war die zweite Hälfte der Begegnung seines Teams im Kellerduell bei der HSG Mülheim. Nach noch ausgeglichenem ersten Abschnitt gerieten die Gäste nach der Pause völlig unter die Räder, verloren noch deutlich mit 24:37 (13:13). Eine gruselige Vorstellung an Halloween.

Die Begegnung begann schon ganz bitter. Hiesfelds gefährlichster Werfer Timo Bestier musste nach einem Zusammenstoß mit seinem Gegenspieler schon nach vier Minuten vom Feld. Seine Platzwunde am Augenlid wurde sofort im Krankenhaus geklebt, erst zwei Minuten vor Ende der Partie war der Jahn-Halblinke wieder in der Halle.

Trotz des frühen Ausfalls und der Tatsache, dass auch Mittelmann André Schwarzenberg verletzt noch nicht wieder eingreifen konnte, verkauften sich die Gäste in der ersten Hälfte recht teuer und hielten dank ihres großen Einsatzes ein Remis. "In der Kabine haben wir dann besprochen, dass wir genauso weitermachen wollen", erklärte Schwarzenberg. Doch an der Umsetzung haperte es.

Jede Menge technische Fehler und eine katastrophale Abwehrleistung ließen Jahn ganz schnell mit 16:25 in Rückstand geraten. Vor allem Mülheims wurfgewaltigen Linkshänder Mirko Krogmann, der am Ende 16 Treffer auf dem Konto hatte, bekam Hiesfeld nicht mehr in den Griff.

Durch diesen erneuten doppelten Punktverlust bleiben die Hiesfelder Tabellenletzter. Dabei reicht in dieser Saison bereits der vorletzte Platz zum Klassenerhalt, da nur eine Mannschaft absteigt.

TV Jahn: Kramp, Stumpf; Holzmann (1), Berner (2), Bestier, Jakobs (3), Supper (4), Bückmann (4), Enders (2), Möller (3), Jurzik (2), Schwarz (3), Gangelhoff.

(tik)
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