Fußball: "Mutsch" rettet den Sieg

Fußball: "Mutsch" rettet den Sieg

In der Nachspielzeit hält Torhüter Dennis Strewginski mit einer Elfmeter-Parade den Sieg des Landesligisten SuS Dinslaken 09 gegen die SpVgg. Sterkrade 06/07 fest. Matthias Mölleken somit nur beinahe tragischer Held.

Eines vorweg: Rein sportlich betrachtet war das Heimspiel des stark abstiegsbedrohten Fußball-Landesligisten SuS Dinslaken 09 gegen die SpVgg. Sterkrade 06/07 auf einem ganz schwachen Niveau. So schwach, dass einer der vielen mitgereisten Oberhausener Zuschauer bereits gegen Ende des ersten Abschnitts von seiner Mannschaft forderte, sie möge doch allen Fans der Gastmannschaft den Eintritt rückerstatten und ein Würstchen vom Grill obendrauf legen. Die Schlussphase der zweiten Halbzeit entschädigte aber alle der knapp 120 Zuschauer für den vorher gezeigten Rumpelfußball bei teils prasselndem Regen.

Pfostenkracher von Proba

Fast die komplette erste Hälfte schien es, als wolle der SuS nur irgendwie einen Freistoß in akzeptabler Distanz zum Gäste-Tor bekommen, um daraus Kapital zu schlagen. "Das haben wir intensiv geübt. Wir wollten so viele Standards wie möglich bekommen – und am Ende hat es auch geklappt", gab Interimstrainer Oliver Grimm nach dem Schlusspfiff ehrlich zu. Über 45 Minuten ging dieses Rezept aber überhaupt nicht auf. Die Ecken waren ein Ärgernis, die Freistöße – abgesehen von einem Pfostenkracher durch Kevin Proba – meilenweit vom Tor entfernt.

Besser wurde dies erst in der zweiten Halbzeit, als die Präzision zumindest bei den Standardsituationen zunahm. So kam es auch nicht verwunderlich, dass Matthias Mölleken nach einer feinen Freistoß-Flanke durch Proba mit einem harten Kopfball der Treffer zum 1:0 gelang (73.). Danach bekam der SuS spürbar Rückenwind, verpasste aber die Entscheidung. Peinlich vor allem der schwache Abschluss von Admir Begic, der seine beiden mitgelaufenen Kollegen ignorierte und den Ball freistehend vor Gäste-Keeper Mirko Kaulmann fahrlässig vertändelte.

So entwickelte sich ein Krimi, in dem Mölleken beinahe der tragische Held gewesen wäre. In der dritten Minute der Nachspielzeit ging er nach einer Ecke klar mit beiden Händen zum Ball. Die Entscheidung war eindeutig: Elfmeter. Doch Kevin Strewginski, der zuvor mehrfach in höchster Not spektakuläre Paraden gezeigt hatte, war auch in dieser Szene für die Sterkrader nicht zu überwinden und hielt den vielumjubelten Sieg fest.

(RP)