Lokalsport: MTV will gegen TV Jahn Meister werden

Lokalsport : MTV will gegen TV Jahn Meister werden

Derby der Handball-Verbandsliga unter ungleichen Voraussetzungen. Dinslakener haushoher Favorit gegen Hiesfeld.

So schnell werden sich die beiden höchstklassig spielenden Handballmannschaften Dinslakens erst einmal nicht wiedersehen. Am Sonntagmorgen steht in der Verbandsliga noch einmal das Derby zwischen dem MTV Rheinwacht und dem TV Jahn Hiesfeld II an - dann trennen sich die Wege. Schon in dieser Saison gingen sie freilich weit auseinander, denn der Gastgeber führt bekanntlich die Tabelle an und wird in der kommenden Spielzeit wieder Oberligist sein, während die "Veilchen" als Schlusslicht in diesem Duell der klarstmögliche Außenseiter sind.

Kein Wunder, dass Jahn-Trainer Werner Schwarzenberg daher eher kleine Brötchen backt: "Wir wollen in erster Linie ein respektables Ergebnis erzielen." Das heißt: möglichst nicht so deutlich untergehen wie beim 28:40 im Hinspiel in eigener Halle. Das Konzept, um dieses Vorhaben umzusetzen, sieht so aus: "Wir müssen eine vernünftige Abwehr stellen und das Tempo hoch halten." Also ähnlich wie vor zwei Wochen beim 30:25 in Lank, dem ja das eher maue 27:34 gegen den TV Geistenbeck folgte.

In Lank war auch Burkhard Bell mit von der Partie. Der Trainer des MTV Rheinwacht hatte sich auf den Weg nach Meerbusch gemacht, um den Lokalrivalen angemessen unter die Lupe zu nehmen - von Unterschätzen keine Spur. "Ich halte von der Hiesfelder Mannschaft mehr, als sie letztlich aufs Parkett gebracht hat. In vielen Spielen hatten sie auch Pech, bei der deutlichen Hinrundenniederlage gegen uns waren sie nicht komplett", so Bell. Aus dem Mangel an Erfolgserlebnissen resultierte dann eben die mangelnde Konstanz, die sein Kollege Schwarzenberg als das größte Manko beim TV Jahn ausmacht.

Die Hiesfelder dürften trotz ihrer Außenseiterrolle ausreichend motiviert sein, um es dem Nachbarn zumindest so schwer wie möglich zu machen. Aber auch auf MTV-Seite ist die Vorfreude spürbar groß. "Das Derby ist immer etwas Besonderes, zumal ungefähr die Hälfte meiner Mannschaft früher in Hiesfeld gespielt hat", weiß Burkhard Bell. Wohl auch deshalb konnte er beobachten, dass in der abgelaufenen Trainingswoche wieder mehr Zug war als zuvor: "Nach dem Sieg gegen Neukirchen konnte man schon einen Abfall der Spannung erkennen. Aber in den vergangenen Tagen hat es wieder besser geklappt."

Da spielt zweifellos auch der Umstand eine Rolle, dass mit dem eingeplanten Sieg am Meistertitel in der Gruppe 1 nicht mehr zu rütteln wäre. Das könnte theoretisch aber auch schon vor Spielbeginn der Fall sein, wenn der Tabellenzweite SV Neukirchen am Samstagabend mindestens einen Zähler beim TSV Kaldenkirchen liegen lässt.

Umgekehrt könnte für die Jahn-Zweitvertretung im Fall einer Niederlage der letzte Platz besiegelt sein, wenn die HSG Mülheim sich am Samstag bei der allerdings heimstarken Mannschaft von Treudeutsch Lank durchsetzt.

(RP)
Mehr von RP ONLINE