MTV Rheinwacht ist klarer Favorit gegen die DJK Adler Königshof

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken trifft auf seinen Ex-Coach

Der Regionalligist empfängt die abstiegsbedrohte DJK Adler Königshof, die von Marius Timofte trainiert wird. Der Spitzenreiter setzt dabei auf einen starken Mittelblock. Personell sieht es bei den Dinslakenern ganz gut aus.

Geknickt waren sie, die Spieler des MTV Rheinwacht Dinslaken, nach der unglücklichen Niederlage bei der TSV Bonn am vergangenen Samstag, aber gewiss nicht am Boden zerstört. Der Handball-Regionalligist trug die erste Niederlage nach weit mehr als vier Monaten mit Fassung und richtete den Fokus ganz schnell wieder auf die kommenden Aufgaben. Es bleibt dabei: Der Aufsteiger hat die Meisterschaft in der Regionalliga weiterhin in der eigenen Hand.

Gewinnt das Team von Harald Jakobs drei der letzten vier Partien, ist die Spitzenposition gesichert. Im günstigsten Fall könnte der Tabellenführer den Titel also am vorletzten Spieltag im Heimspiel gegen TuSEM Essen II am 28. April perfekt machen. Bis dahin müssen aber noch zwei knifflige Aufgaben gelöst werden. Am morgigen Sonntag um 11.15 Uhr kommt der langjährige Dinslakener Spielertrainer Marius Timofte als Coach der stark abstiegsgefährdeten DJK Adler Königshof zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Und der 51-Jährige, unter dessen Führung der MTV schon einmal für fünf Jahre in der dritthöchsten Klasse antrat und dem 2015 mit einem großen Abschiedsspiel gedankt wurde, freut sich riesig auf die Partie: „Die Halle ist voll wie in alten Zeiten, und für beide Teams geht es noch um etwas. Besser geht es nicht“, sagt Timofte. Für den früheren rumänischen Nationalspieler ist der MTV „klarer Favorit. Er steht da oben, weil er eine richtige Mannschaft ist.“

Seit der Dinslakener Gesamtschullehrer im Januar in Krefeld übernahm, musste er immer wieder Ausfälle verkraften. Nach recht erfolgreichem Start musste die DJK Adler zuletzt wieder Rückschläge hinnehmen und steht mit dem Rücken zur Wand. Auch deshalb ist MTV-Coach Jakobs gewarnt: „Für Königshof ist es vielleicht die letzte Chance. Wir müssen davon ausgehen, dass sie uns einen großen Kampf liefern.“ Der Faktor Timofte würde ebenso für die Gäste sprechen, wie die Tatsache, dass sie das Hinspiel für sich entscheiden konnten: „Sie wissen also, dass es gegen uns mit einem Sieg klappen kann.“

Mitte November kassierte der MTV die letzte Niederlage vor dem 34:35 in Bonn ausgerechnet bei der DJK. Damals zeigten die Dinslakener eine ihrer schwächsten Leistungen, was sich morgen auf keinen Fall wiederholen soll. Harald Jakobs will, wenn es der Verlauf der Begegnung erlaubt, vor allem schauen, dass er die Kräfte seiner Spieler schont. „Die Jungs spielen am Limit“, sagt der MTV-Coach, der vor allem hofft, dass der Mittelblock mit seinem Sohn Robert und Dennis Backhaus wieder einigermaßen bei Kräften ist: „Das ist unser Herzstück, und darauf wird es auch am Sonntag wieder mit ankommen.“

Gute Nachrichten gibt es derweil aus dem Lazarett: Philipp Tuda hat seine Gipsschiene zu Beginn der Woche ablegen dürfen und nach seinem Mittelhandbruch schon wieder ganz leicht mittrainiert. Ein Einsatz käme aber auf jeden Fall noch zu früh.