MTV Rheinwacht Dinslaken zeigt gegen TuS Opladen Leistungssteigerung

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken trotz Niederlage mit Fortschritten

Der Regionalligist war bei der 25:30-Heimniederlage gegen den Tabellenführer TuS Opladen nicht chancenlos und führte sogar nach 48 Minuten mit 22:21. Trainer Harald Jakobs sieht sein Team auf einem guten Weg.

Sicher, es gab wieder eine Niederlage. Doch das 25:30 (12:16) des Handball-Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken gegen den TuS Opladen war keine Schande. Zwar zeigte sich Trainer Harald Jakobs kurz nach Spielende noch etwas ratlos, doch später bescheinigte er seinem Team eine gute Leistung und sah durchaus Fortschritte, die für die Zukunft hoffen lassen.

Tatsächlich sah es über weite Strecken der Partie nicht so aus, als spielte der künftige Meister gegen einen potenziellen Absteiger. Zwar liefen die Dinslakener viel zu oft einem klaren Rückstand von vier bis fünf Treffern hinterher, doch die Mannschaft gab sich in keiner Phase des Spiels auf, kämpfte sich immer wieder heran und schien die Partie in der 48. Minute gedreht zu haben. Da gelang dem auch diesmal wieder nicht effektiv genug aufspielenden Maximilian Reede der Führungstreffer zum 22:21, der auch die lange viel zu ruhig gebliebenen MTV-Fans wieder auf den Plan rief.

Doch das Aufbäumen hatte sehr viel Kraft gekostet, was sich besonders in der letzten Viertelstunde im Abwehrverhalten des Gastgebers negativ bemerkbar machte. „In der Deckung haben uns einfach die Alternativen gefehlt“, sagte Harald Jakobs, ohne seinen Spielern damit einen Vorwurf machen zu wollen. Als Trainersohn Robert Jakobs in der Schlussphase seine zweite Hinausstellung kassiert hatte, war es um den MTV geschehen. „Sowohl Robert als auch Jonas Höffner haben gar nicht oder nur sporadisch trainieren können, da bleiben solche Schwächen nicht aus“, sagte Jakobs über die Lücken im Abwehrverbund.

Trotz der mehrfachen Rückstände war eigentlich nie ein großer Leistungsunterschied zwischen beiden Mannschaften festzustellen. Das lag auch daran, dass Dominik Köller im MTV-Tor Zuverläsigkeit ausstrahlte und im Angriff Fabian Gorris langsam aber sicher an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpft. Trotzdem klagte Jakobs: „Wir hatten schon in der ersten Halbzeit unsere Defizite im Rückraum, und das hat sich auch nach der Pause fortgesetzt.“

Tatsächlich war eigentlich nur auf Gorris Verlass, während es Maximilian Reede in Abschnitt eins gerade mal auf ein Tor brachte. Nach der Pause wurde dann auch Mirko Krogmann eingewechselt. Doch der lange Linkshänder verbuchte auch nur ein Tor, das zum 20:20 (44.) aber in der Phase äußerst wichtig war.

Rechtsaußen Steffen Hahn erfüllte zwar mit fünf Toren sein Soll, doch von der anderen Seite kam viel zu wenig. Luca d’Auria musste nach drei Fehlversuchen auf die Bank, während der für ihn eingewechselte Marc Pagalies wenigstens noch zweimal erfolgreich war.

Recht viel Betrieb herrschte übrigens auf den Bänken auf beiden Seiten. Die Schiedsrichter Matthias Hallmann und Lars Lieker aus Solingen-Gräfrath waren nicht gerade kleinlich mit Strafzeiten. Traf es in Halbzeit eins in erster Linie den MTV, so musste der Tabellenführer nach der Pause einige Male sogar in doppelter Unterzahl agieren. An den beiden Unparteiischen lag es allerdings nicht, dass die Dinslakener weiter auf den zweiten Saisonsieg warten müssen. Sie machten einen guten Job.

MTV Rheinwacht Dinslaken: Köller, Steffel – Tomke, Gorris (9/3), Pagalies (2), Jakobs, Enders (3), Höffner (1), Hahn (5), Reede (4), Krogmann (1).

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