Handball MTV Rheinwacht Dinslaken verliert erneut unnötig

Dinslaken · Der Regionalligist kassiert ein 27:32 gegen die SG Langenfeld. Die Rote Karte für Philipp Tuda macht sich beim Gastgeber bemerkbar. „Ohne ihn fehlte uns in der Mitte einfach die Alternative“, sagt Coach Harry Mohrhoff.

(Symbolbild)

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Foto: dpa/Robert Michael

Das wird eine schwere Saison für den Handball-Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken. Der Auftaktniederlage am vergangenen Sonntag beim OSC Rheinhausen folgte in eigener Halle mit 27:32 (13:11) gegen die SG Langenfeld die nächste Schlappe. Waren schon die Punktverluste auf der linken Rheinseite völlig überflüssig, so war auch der Gast aus Langenfeld durchaus eine Mannschaft, die mit dem MTV auf Augenhöhe rangiert und auch zu schlagen war. Knackpunkt der Partie war dabei zweifelsfrei die Rote Karte, die sich Spielmacher und Torjäger Philipp Tuda direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem heftigen Schubser einfing.

„Ohne Tuda fehlte uns in der Mitte einfach die Alternative“, sagte Trainer Harry Mohrhoff und wirkte dabei schon recht angeschlagen. „Ich weiß auch nicht, was man da noch machen kann“, so der ratlose Coach, der es auf Tudas Position sowohl mit Nils Kruse als auch mit Marc Pagalies probiert hatte, beides aber eher mit mäßigem Erfolg.

So hatte man dann im Verlauf der zweiten Halbzeit immer mehr den Eindruck, dass den Dinslakenern ein wirksames Konzept fehlte gegen die im Angriff nun konsequent ihre Chancen suchenden und auch nutzenden Gäste.

Überhaupt die Chancenverwertung: Darin lag an diesem Vormittag wohl der Hauptgrund dafür, dass die Dinslakener Mannschaft im Verlauf der Partie immer mehr ins Hintertreffen geriet. Hatten zweimal Philipp Tuda und einmal Lucas Feld schon drei Siebenmeter ausgelassen, so gelang dieses „Kunststück“ auch David Kryzun und Nils Kruse in Abschnitt zwei. Zudem zeigte sich Marco Faust im Tor der SG nach der Pause fast unüberwindbar. Er nahm auch die ganz freien Würfe des MTV Rheinwacht mit einer Selbstverständlichkeit und zog dem MTV so den Zahn.

„Wir haben nicht nur in der ersten, sondern besonders auch in der zweiten Halbzeit eine Vielzahl klarster Chancen liegen gelassen“, sagte Mohrhoff, der seinen Spielern fehlende Konsequenz sowohl im Angriffsspiel als auch bei den Aktionen in der Abwehr vorwarf.

Dass sich plötzlich so große Lücken im Abwehrverbund auftaten, war aber auch im Ausfall von Philipp Tuda begründet, der einfach an allen Ecken und Enden fehlte. Während im Tor der Langenfelder nach dem Wechsel ein schier unüberwindbarer Mann stand, wurde der in der ersten Hälfte so starke Dean Christmann nun immer öfter von der Abwehr alleine gelassen, bekam kaum noch eine Hand an den Ball und machte dann auch Jan Bystron Platz, der wenigstens noch einen Siebenmeter abwehren konnte.

Lagen die ohne den erkrankten Rechtsaußen Tim Schriddels angetretenen Dinslakener zunächst immer wieder mit einem Tor hinten, so erarbeiteten sie sich zur Pause eine Führung von zwei Toren, die aufgrund der vergebenen Siebenmetern durchaus hätte höher ausfallen können, ja müssen. Mit 19:18 ging Langenfeld dann wieder in Führung und baute diese gegen eine immer konfuser werdende MTV-Mannschaft Tor um Tor aus. „Nach diesem kuriosen Spiel stehen wir jetzt erst mal unten drin und müssen sehen, dass wir da möglichst schnell wieder rauskommen“, sagte Harry Mohrhoff.

Einen kleinen Lichtblick gab es aber doch: MTV-Kapitän und Kreisläufer Dennis Backhaus ist auf dem Weg zurück zu alter Form.

MTV Rheinwacht Dinslaken: Christmann, Bystron – Backhaus (5), Hoffmann (2), Höffner (2), Kryzun (3/2), Adam (2), Kruse (5/2), Lelgemann, Tuda (2/1), Dreier, Reede (3), Pagalies, Feld (2).

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