MTV Rheinwacht Dinslaken sucht Alternativen

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken sucht nach Alternativen

Der Verein weiß noch nicht, wo die erste Handball-Mannschaft künftig spielen soll. Gelänge der Aufstieg in die Dritte Liga, müssten die Dinslakener schnell handeln. Hallen in der Umgebung kämen womöglich als Ausweichstätte infrage.

Die „Boyband“ sucht eine neue Bleibe. Denn wenn die Spieler des Handball-Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken dieser Tage auf der Platte stehen, dann harren die verliebten Fans schon Stunden vor dem Anwurf am Ort des Geschehens aus. Die Plätze in der Douvermannhalle sind schließlich ein begehrtes Gut.

Künftig werden die treuen Anhänger der Mannschaft aber sicher an eine andere Spielstädte pilgern müssen. Sollte der Aufstieg in die Dritte Liga gelingen, dann bleibt die heimische Spielstätte geschlossen. „Der DHB hat die Douvermannhalle abgelehnt“, sagt der Handball-Abteilungsleiter des MTV, Heinz Buteweg. Schon bei einem möglichen Aufstiegs-Qualifikationsspiel müssten die Dinslakener sich einen neuen Austragungsort suchen.

Aktuell sondieren Buteweg und Co. daher auch schon die möglichen Alternativen. Am Dienstagabend trafen sich Verein, Verwaltung und Feuerwehr zur Ortsbegehung in der Hans-Efing-Halle. Die nötigen Sicherheitsabstände zum Spielfeld sind dort zwar gegeben, doch wie in Hiesfeld fehlt die vorgeschriebene Uhr.

Die teure Zeiterfassung mit Darstellung der Zwei-Minuten-Strafen müsste an allen Standorten angeschafft werden. Auch die erforderliche Wechselzone müsste noch eingerichtet werden. „Momentan ist angedacht, in Hiesfeld zu spielen“, sagt Buteweg. „Da müsste man aber auch erst einmal sehen, ob die Halle dann überhaupt frei ist.“

Die Zeit drängt jedenfalls. Krönt sich der MTV Rheinwacht zum Meister der Regionalliga West, dann stünde sicher am 11. Mai ein Heimspiel in der Qualifikation an. In Dinslaken geht die Rechnerei schon los. „Vielleicht wissen wir in 14 Tagen schon mehr. Wenn wir die nächsten beiden Spiele gewinnen sollten, dann müssen wir möglichst schnell reagieren“, sagt Buteweg, der auch den Gang über die Stadtgrenze nicht ausschließt.

Gerade einmal neun Kilometer von der Dinslakener Douvermannhalle entfernt, steht im Duisburger Norden die schmucke Walter-Schädlich-Halle.

In Oberhausen lockt außerdem die Willy-Jürissen-Halle. „Hamborn wäre für uns interessant. Da müsste aber der Zuspruch der Dinslakener gegeben sein. Wenn das Interesse groß genug wäre, dann würden wir Gespräche mit Duisburg aufnehmen“, sagt Buteweg.

Mehr von RP ONLINE