MTV Rheinwacht Dinslaken mit Top-Spiel gegen TSV Bonn in Handball-Regionalliga

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken will den Sprung an die Spitze schaffen

Der Regionalligist steht im letzten Spiel des Jahres vor einer großen Herausforderung. Der Tabellenzweite trifft im Top-Spiel auf den Vierten TSV Bonn. Im Dinslakener Lager ist die Vorfreude auf das Duell groß.

Bevor seine Mannschaft im November bei Adler Königshof ran musste, da wagte Harald Jakobs schon einen Ausblick auf die restliche Hinrunde in der Handball-Regionalliga und verband das mit einem Traum. „Es wäre wirklich der Hammer, wenn wir am 20. Dezember noch ein echtes Spitzenspiel haben würden“, hatte der Trainer des MTV Rheinwacht Dinslaken damals gesagt. Nun ging anschließend zwar ausgerechnet die Begegnung beim Abstiegskandidaten aus Krefeld verloren, doch der Aufsteiger fing sich gleich wieder, hielt sich seitdem schadlos und profitierte von so manchem Patzer der Konkurrenz.

Nach dem beeindruckenden Erfolg über den TV Korschenbroich am vergangenen Sonntag kann sich der MTV am heutigen Donnerstag um 19.30 Uhr in der Heimpartie gegen den TSV Bonn rrh. mit einem Sieg tatsächlich zum Hinrundenmeister küren. Es wäre das I-Tüpfelchen auf einer bislang wirklich überragenden Spielzeit, die dem Neuling so niemand so richtig zugetraut hatte.

„Für dieses Spiel muss ich die Jungs nicht mehr extra motivieren. Jetzt wollen alle die Tabellenführung“, sagt Jakobs, der auf eine volle Halle und großartige Stimmung hofft. „Das hätte die Mannschaft wirklich verdient.“ Schon im Training am Dienstag war die Vorfreude auf die letzte Partie des Jahres und die damit verbundene Aussicht bei den Akteuren riesengroß. Damit es aber tatsächlich mit dem Spitzenplatz klappt, müssen die Dinslakener gegen das Team aus der früheren Bundeshauptstadt noch einmal an ihre Grenzen gehen.

Die im Stadtbezirk Beuel beheimateten Bonner sind alles andere als Laufkundschaft, spielten in der vergangenen Saison bis zum Schluss um den Titel und führten die Tabelle auch in der Spielzeit 2018/19 lange an. Aus den vergangenen vier Partien holte der TSV zwar nur drei Punkte, traf aber auch auf starke Konkurrenz und beeindruckte zwischenzeitlich trotzdem noch mit einem 32:19-Kantersieg über Homberg. Bonn tritt ähnlich wie der MTV als starkes Kollektiv auf und ist ungeheuer eingespielt, was sich gerade bei der unbequem zu bespielenden und offensiv ausgerichteten Deckung zeigt. „Wir werden nur über große Laufbereitschaft zum Erfolg kommen können“, sagt der Dinslakener Trainer.

In der Vorbereitung im Sommer traf der MTV Rheinwacht schon einmal auf die Bonner, setzte sich damals knapp bei einem Turnier in Remscheid gegen den Ligakonkurrenten durch und durfte sich danach mit dem inoffiziellen Titel „Bergischer Handball-Meister 2018“ schmücken. Den ebenso inoffiziellen Titel „Hinrundenmeister“ würden die Dinslakener sicherlich noch ein kleines bisschen euphorischer feiern.

Jakobs kann für das Spitzenspiel – bis auf den langzeitverletzten Niklas Höffner – aus dem Vollen schöpfen. Jonas Ahls, am Sonntag noch privat verhindert, ist wieder mit dabei. Auch Christoph Enders will unbedingt auflaufen. Der Kreisläufer hatte in den vergangenen Tagen erneut mit einer Grippe zu kämpfen.

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