MTV Rheinwacht Dinslaken kassiert erste Niederlage

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken holt sich die erste Niederlage ab

Ohne den erkrankten Rückraumspieler Maximilian Reede unterlag der Regionalligist dem TV Aldekerk mit 26:28 (11:16). Am Ende war nach hohem Rückstand sogar noch ein Unentschieden möglich.

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Das musste der Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken am gestrigen Sonntag gegen den TV Aldekerk erfahren. Nach den drei Auftaktsiegen in Rheinhausen, gegen Rheinbach und in Aachen unterlag die Mannschaft von Trainer Harald Jakobs trotz einer engagierten Leistung mit 26:28 (11:16) und verpasste damit die Führung in der Tabelle.

Ein entscheidender Faktor dürfte das Fehlen des baumlangen Maximilian Reede gewesen sein. Der Halblinke schlich nach Ende der Partie zusammen mit seinen Mannschaftskameraden vom Feld. Unter der Woche hatte er mit Fieber das Bett hüten müssen, war auch gestern noch nicht fieberfrei, so dass an einen Einsatz nicht zu denken war. Seine Lücke sollte eigentlich der in Aachen noch so starke Fabian Gorris füllen. Doch weder er noch der reaktivierte Florian Körner waren dazu in der Lage. So fehlten den Dinslakenern eigentlich die leichten Treffer aus dem Rückraum, so dass sich die gut gestaffelte Abwehr der Gäste ganz auf Kreisläufer Dennis Backhaus und den später zu dessen Unterstützung spielenden Christoph Enders einstellen konnte.

Die Niederlage aber ganz auf Reedes Fehlen zurückführen zu wollen, greift zu kurz. Denn auch im Spielaufbau gab es viele Fehler, vor allem von Nils Kruse, der später auch komplett auf der Bank saß. „Zudem haben wir in der Abwehr in der ersten Halbzeit eine ganze Reihe von Fehlern gemacht und auch die zweite Welle der Aldekerker nicht in den Griff bekommen“, sagte Jakobs.

So sah es nach zunächst ausgeglichenem Spiel bis zum 5:5 später sogar zeitweise nach einer deutlichen Niederlage aus, als die Aldekerker jeden Fehler im Aufbauspiel des MTV gnadenlos ausnutzten und und bis auf sechs Treffer (10:16) davonzogen. Nicht nur in dieser Phase war einmal mehr Marco Banning der große Rückhalt der Dinslakener. Er entschärfte schon zu Beginn viele gute Würfe des TVA und ließ auch bis zum bitteren Ende der Partie nicht nach.

„Mit dem Einsatz von zwei Kreisläufern haben wir Aldekerk dann in der zweiten Halbzeit doch einige Probleme breitet“, sah sich Jakobs in seiner Einwechslung von Christoph Enders bestätigt. Aber ausgerechnet der sonst so sichere Enders war es, der nach der tollen Aufholjagd beim Stande von 20:21 eine hundertprozentige Gelegenheit ausließ. Das passierte später auch Philipp Tuda noch einmal, als ihm bei nachlassenden Kräften auch die Konzentration etwas fehlte. Noch einmal (26:27) wurde es richtig spannend, doch zwei Sekunden vor Schluss setzten die Gäste den Schlusspunkt.

Trotz allem war Harald Jakobs mit der Leistung seines Teams zufrieden. „Wir haben nie aufgesteckt, doch sind am Ende einem starken Gegner unterlegen“, erkannte der Coach die starke und vor allem abgeklärte Leistung des Gegners neidlos an. Nicht ganz zufrieden war er mit der Leistung der Unparteiischen. Die Gebrüder Cefdet und Kenan Kamper gelten ohnehin nicht gerade als Heimschiedsrichter, was sie auch gestern wieder unter Beweis stellten. „Besonders mit den beiden Entscheidungen am Ende gegen Philipp Tuda wegen Stürmerfouls war ich nicht einverstanden“, sagte Jakobs.

MTV Rheinwacht: Banning, Ahlendorf - d’Auria (5), Backhaus (4), Kruse (1), Gorris (3/3), Jakobs, Enders (1), J. Höffner (2), Hahn (6), Ahls, Körner, Tuda (4/1).

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