MTV Rheinwacht Dinslaken gegen BTB Aachen in Handball-Regionalliga

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken rechnet mit Kampf-Spiel

Der Spitzenreiter der Regionalliga hat einen guten Auftakt in die Rückrunde hingelegt. Nun steht BTB Aachen auf der Matte. Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison gewannen die Dinslakener nur knapp mit 27:26.

„Manchmal brodelt es schon in mir. Aber ich glaube, alle sind heiß genug, sodass ich da nicht auch noch Öl ins Feuer gießen muss“, sagt Trainer Harald Jakobs ruhig. Heiß ist seine Mannschaft jetzt sicherlich schon wieder. Der Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken empfängt am Sonntag um 11.15 Uhr den BTB Aachen in der Douvermannhalle.

Der MTV-Coach wirkt wie die Ruhe im Sturm, scheint sich von nichts verrückt machen zu lassen und will auch nicht die Favoritenrolle für sich oder seine Mannschaft beanspruchen. Mehr als ein „Wir müssen uns sicher nicht verstecken“ rutscht ihm in Hinblick auf Mitaufsteiger Aachen nicht über die Lippen.

Jakobs erinnert sich sicher an den Tag im September 2018, auch an die Party danach im Regen am Bierwagen. Ganz knapp ging es am Ende aus, mit 27:26 fuhr der MTV damals nach Hause. „Die Aachener sind seitdem noch stärker geworden, gerade ein fitter Simon Breuer macht sie noch unberechenbarer“, so Jakobs.

In seinen eigenen Reihen muss der Coach einige Schwächungen hinnehmen. Jonas Höffner fällt verletzt aus. Luca d’Auria hat Fieber, auch Maximilian Reede und Robert Jakobs sind krank. „Selbst wenn die Jungs bis Sonntag wieder einigermaßen fit sind, brauchen sie ihre Pausen. Das sind dann einfach weniger Spieler als sonst, und da muss ich noch schauen, wie ich das am besten löse“, sagt Jakobs. Gerade dieser Umstand lässt den Trainer vor der Partie fast noch etwas demütiger als sonst wirken.

Dennoch, die Dinslakener sind mit Schwung aus der langen Winterpause gekommen und lieferten als Tabellenführer sowohl beim TV Rheinbach (30:20) als auch vorher zu Hause gegen den HC Wölfe Nordrhein (29:23) ab. Die Angst, die Form vielleicht nicht halten zu können, ist verflogen, und bei den meisten Akteuren wahrscheinlich noch nie da gewesen. „Klar hätte ich mir am Anfang der Spielzeit solche Konstellationen nicht wirklich ausgemalt. Es ist schon sehr gut, wie wir in dieser Saison spielen“, sagt Jakobs.

Bezogen auf das Spiel gegen Aachen wird er dann aber wieder pragmatisch: „Es gibt zig Zufälle, die ein Spiel beeinflussen können: Schiedsrichterentscheidungen oder einfach nur Pech. Ich sage den Jungs immer, dass es mir wichtig ist, dass sie kämpfen und alles reinlegen, was geht“, sagt der MTV-Trainer.

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