MTV Rheinwacht Dinslaken erkämpft sich ein 29:29 gegen TuSEM Essen II

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken ringt TuSEM Essen II ein Remis ab

Der Regionalligist zeigt gegen die Spitzenmannschaft eine klasse Leistung und verdient sich beim 29:29 (16:12) einen wichtigen Punkt. Erst in den Schlussminuten werden die Gäste stärker.

Der erste Saisonsieg vor gut einer Woche in Aldekerk hat dem MTV Rheinwacht Dinslaken gut getan. Im Heimspiel am Sonntagmorgen gegen die bis dahin verlustpunktfreie Reserve von TuSEM Essen knüpfte der noch amtierende Meister der Handball-Regionalliga jedenfalls an die letzte Leistung an und brachte den hohen Favoriten an den Rand einer Niederlage.

Beim 29:29 (16:12) führten die Dinslakener bis zur 56. Minute, einmal sogar mit fünf Toren (17:12), ehe die Mannschaft von Harald Jakobs sich fast noch selbst um die Früchte einer starken Leistung brachte. Und das ohne den in Aldekerk schwer verletzten und frisch gebackenen Ehemann Philipp Tuda sowie auch noch ohne Abwehrspezialist Robert Jakobs. Dafür stand aber Urlauber Marc Tomke wieder im Kader und bekam in Halbzeit zwei auch Einsatzzeit.

„Wir haben im Verlauf der zweiten Halbzeit doch mehr und mehr abgebaut und Essen mit unseren Fehlern zu vielen leichten Toren eingeladen“, sagte Jakobs. Doch sein Team hatte aufopferungsvoll gekämpft. „Und deswegen haben wir uns diesen einen Punkt auch verdient, wenngleich auch noch mehr drin gewesen wäre.“ Plötzlich nämlich führte das junge Essener Team mit 28:27 und ließ in den Schlussminuten sogar noch zwei gute Gelegenheiten liegen. Doch als der Gastgeber den letzten Angriff des TuSEM überstanden hatte, war das Unentschieden gesichert. Ein abschließender Freiwurf von Maximilian Reede blieb dann nach dem Abpfiff in der Essener Mauer hängen.

Übrigens Maximilian Reede: Zwar ist der baumlange Halbrechte nach seiner Verletzung noch lange nicht wieder in Form. Doch allein seine Anwesenheit war gut fürs Selbstvertrauen im Team, auch wenn zwei Tore bei etlichen Versuchen für ihn einfach zu wenig sind. Stabilisierend in der Abwehr war natürlich auch Dennis Backhaus. Auch er braucht nach seiner langen verletzungsbedingten Auszeit noch viel Zeit, aber das Deckungszentrum ist nun wieder viel stabiler und längst nicht mehr so einfach zu überwinden wie in den ersten Spielen der Saison. Spätestens nach der Herbstpause wird er sicherlich auch wieder im Angriff am Kreis auftauchen.

Dort stellte Christoph Enders gestern die Essener Abwehr vor große Probleme. Besonders in der Anfangsphase suchten seine Mitspieler ihn, fanden ihn auch, so dass ihm ein Treffer nach dem anderen gelang. Daneben waren diesmal die beiden Außen die großen Aktivposten des MTV. Steffen Hahn sprühte gegen seinen früheren Verein geradezu vor Spielfreude, was sich am Ende auch in neun Toren niederschlug. Und auch Marc Pagalies ließ bei sechs Erfolgen nur eine große Chance liegen.

So lagen die Dinslakener während des gesamten Spiels immer in Führung, auch wenn die Essener mit ihrer Dynamik im Angriff meist wieder aufschlossen. „Am Ende waren wir leider etwas zu ängstlich, haben uns auch noch einige technische Fehler erlaubt“, sah Harald Jakobs den greifbaren Erfolg immer mehr schwinden. Doch der Trainer durfte hinterher durchaus zufrieden sein. Auch wieder mit seinem Torwarttrainer Dominik Köller, der an seine starken Leistungen aus dem Aldekerk-Spiel nahtlos anschloss. Da Nachwuchskeeper Luca Steffel wegen einer Abschlussfahrt mit der Schule nicht dabei sein konnte, saß mit Jochen Rheinhardt der Keeper des Reserve-Teams noch auf der Bank. Er hatte allerdings nur bei einem Siebenmeter einen Kurzeinsatz.

MTV Rheinwacht: Köller, Rheinhardt – Pagalies (6), Hahn (9), Backhaus, Reede (2), Enders (5), J. Höffner (3), Gorris (3/2), Krogmann (1), Ahls, Tomke.

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