Lokalsport: MTV länger ohne Eric Schwengers

Lokalsport : MTV länger ohne Eric Schwengers

Der Kreisläufer fällt mit einer verletzten Bizepssehne aus. Der Verbandsligist verteidigt die Tabellenspitze gegen DJK Adler Königshof II.

Die meisten Tore geworfen, die wenigsten kassiert: die Handballer des MTV Rheinwacht scheinen zu Recht an der Tabellenspitze der Verbandsliga zu stehen. Die zwei Auswärtsniederlagen in Oppum und Neukirchen, verbunden mit ganz schwachen Leistungen, trüben die Bilanz zwar ein klein wenig, alles in allem ist das Team von Burkhard Bell aber auch trotz der vier Minuspunkte auf Kurs Richtung Wiederaufstieg. Und den wollen die Dinslakener vor den Feiertagen auch nicht mehr verlassen. Bedingung ist ein Heimsieg am Sonntag gegen DJK Adler Königshof II.

Die Krefelder zählen bislang zu den positiven Überraschungen der Hinrunde, nehmen nach zehn Spieltagen den dritten Rang ein. Vor allem die beiden klaren Siege über den Nachbarn aus Oppum und bei den heimstarken Lankern sorgten für gehöriges Aufsehen. Am letzten Wochenende mussten die Adler allerdings einen Dämpfer in Form einer knappen Heimniederlage gegen Geistenbeck einstecken. Burkhard Bell war zuvor Augenzeuge der stärkeren Königshofer Auftritte und zeigt sich beeindruckt: "Die haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Leuten, spielen einen richtig guten Handball", sagt der MTV-Coach. Auffälligster Akteur bei den Krefeldern ist der junge Halblinke Yannick Wendler. Zwischen den Pfosten steht mit Matthias Thiemann, der nach einem Unfall vor fast 15 Jahren eine Armprothese trägt, ein ganz starker Rückhalt, der auch schon in der dritten Liga aktiv war. Als Spielgestalter fungiert mit Maher Farhan häufig noch ein weiterer ehemaliger Drittliga-Akteur mit viel Erfahrung.

Eine Hiobsbotschaft musste der Dinslakener Trainer unter der Woche verkraften. Eric Schwengers, der sich schon seit längerem mit Problemen an der Bizepssehne herumschlägt, kann ab sofort nicht mehr mitwirken. Der Kreisläufer soll im Januar operiert werden, wird danach noch mindestens zwei bis drei Monate ausfallen. "Er hat sich zuletzt noch in den Dienst der Mannschaft gestellt, war aber schon merklich beeinträchtigt", sagt Bell, der vorerst nur noch einen etatmäßigen Kreisläufer in seinen Reihen hat. Auch auf der Torhüterposition sind die Dinslakener zumindest angeschlagen. Aaron Mertineit kämpft noch mit seiner Grippe, Niklas Bell schmerzt der Ellenbogen. Dazu konnte Rückraumspieler Max Reede, der beim Sieg in Hiesfeld wieder einen großen Schritt nach vorne machte, aus beruflichen Gründen nicht trainieren. Voll dabei ist dagegen wieder der zuletzt erkrankte Rechtsaußen Lars Jankowski

(RP)
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