MTV Dinslaken will gegen TV Rheinbach Tempo machen

Handball : MTV will das Tempo hoch halten

Der Aufsteiger geht als erster Spitzenreiter der Regionalliga in den zweiten Spieltag gegen den TV Rheinbach. Rheinwacht-Trainer Harald Jakobs hofft zu Hause wieder auf die Unterstützung der Dinslakener Anhänger.

Um die von den Fans in Rheinhausen schon sehr früh gesanglich heraufbeschworene Tabellenführung mussten die Handballer des MTV Rheinwacht am Wochenende des ersten Spieltags in der Regionalliga noch ziemlich lange zittern. Am späten Sonntagabend schickte sich die Reserve von Zweitligist Tusem Essen gegen Köln-Wahn an, einen noch höheren Sieg zu erzielen, als es die Dinslakener gut 26 Stunden zuvor beim 37:28 über die Wölfe geschafft hatten. Am Ende ließen es die Essener aber ruhiger angehen, gewannen „nur“ mit 28:22 und überließen Aufsteiger MTV damit die erste Spitzenposition.

Harald Jakobs hatte weder das Geschehen auf der Margarethenhöhe, noch die daraus resultierende Platzierung seines Teams sonderlich interessiert. Die Aufmerksamkeit des Rheinwacht-Trainers galt längst schon wieder dem nächsten Gegner. Sonntag ab 11.15 Uhr hat Dinslaken den TV Rheinbach zum ersten Heimspiel der Saison in der Douvermannhalle zu Gast.

Die Mannschaft vom Mittelrhein war in den vergangenen Jahren immer wieder während der Vorbereitungsphase zu Testspielen in Dinslaken zu Gast, zuletzt hat es personell aber einige Änderungen gegeben. Jakobs hat sich ein Video des Rheinbacher Auftaktsieges über BTB Aachen angeschaut und durchaus Respekt vor den Gästen: „So wie ich es gesehen habe, verfügt Rheinbach über eine starke erste Sechs, hat mit dieser gegen Aachen aber auch fast durchgespielt“, berichtet der MTV-Coach, „wenn wir das Tempo hoch halten, können wir den Gegner vielleicht kräftemäßig an seine Grenzen bringen“.

Nach dem gelungenen Auftakt in Rheinhausen ist die Vorfreude im Dinslakener Lager auf das erste Heimspiel umso größer. Die Mannschaft hofft wieder auf den Rückhalt der Fans. „Wenn die Stimmung wieder so herüber schwappt wie am letzten Samstag, bin ich guter Dinge“, sagt Jakobs, warnt aber auch: „In der vergangenen Saison haben wir uns zu Hause hier und da schwer getan. Vielleicht weil wir uns zu viel Druck gemacht haben.“

Personell kann der MTV fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Niklas Höffner wird mit einer Entzündung im Fußgelenk noch einige Wochen pausieren müssen. Christoph Enders war zwar verschnupft, einem Einsatz dürfte aber ebenso wenig im Wege stehen wie bei Max Reede, der aus dem Rheinhausen-Spiel ein dickes Knie davongetragen hat. Im Tor wird Patrick Spierau wieder als zweiter Mann hinter Marco Banning auf der Bank sitzen. Nils Ahlendorf stünde zwar wieder zur Verfügung, soll aber noch einmal pausieren und eventuell die Landesliga-Reserve unterstützen.

(tik)