MTV Dinslaken und Stralsunder HV wollen Relegationsrunde nicht spielen

Handball : Stralsunder HV und der MTV Dinslaken wollen losen

Die Relegationsspiele um die Anwartschaft zur Dritten Handball-Liga finden wahrscheinlich nicht statt. Zumal die Chance äußerst gering ist, dass noch ein Platz in der Klasse frei wird.

Eigentlich sollen der Stralsunder HV und der MTV Rheinwacht Dinslaken am Pfingstwochenende noch die Anwartschaft auf einen möglichen freien Platz in der Dritten Handball-Liga ausspielen. Der Meister der Ostsee-Spree-Oberliga und der Titelträger der Regionalliga Nordrhein sind die beiden übrig gebliebenen Teams von zwölf Mannschaften, die in der Relegation zunächst zehn freie Plätze ausgespielt haben. Doch bei beiden Klubs ist die Bereitschaft für die Begegnungen am Samstag in Stralsund und am Montag in Dinslaken gleich null. Bis zum morgigen Donnerstag will der zuständige Referent, der Stuttgarter Horst Keppler, eine Entscheidung beider Vereine haben. Und die Tendenz lautet: Absage und Losentscheid.

MTV-Obmann Heinz Buteweg wartete am Montagabend auf die Mitteilung aus Stralsund. Neben dem Los wäre nämlich auch noch eine sportliche Lösung möglich. Doch die müsste laut Aussage von Horst Keppler bis zum 30. Juni gefallen sein.

Die Möglichkeit, dass noch ein Platz in der Liga frei wird, ist seit dem Wochenende auf ein Minimum gesunken. In Liga zwei hat die erste Mannschaft des HC Elbflorenz Dresden den Klassenerhalt geschafft, weshalb die in der ersten Relegationsrunde erfolgreiche Dresdener Reserve in Liga drei aufsteigen kann. Außerdem hat der noch vom Abstieg aus der Bundesliga bedrohte VfL Gummersbach inzwischen die Lizenz für die Zweite Liga erhalten. So kann auch die VfL-Reserve in der Dritten Liga bleiben.

Erste Kontakte zwischen Stralsund und Dinslaken hatte es bereits am Samstag gegeben, als HV-Trainer Steffen Fischer bei MTV-Akteur Dennis Backhaus die Dinslakener Bereitschaft auslotete. Am Montag erklärte dann auch Stralsunds Geschäftsführer Markus Dau auf Nachfrage: „Wir wissen noch nicht einmal, ob wir eine Mannschaft zusammenbekommen. Zudem stehen die Kosten für beide Vereine in keinem Verhältnis zum Aufwand.“

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