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Lokalsport: Mit richtiger Einstellung in Düsseldorf punkten

Lokalsport : Mit richtiger Einstellung in Düsseldorf punkten

Fußball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld fährt leicht favorisiert zu TuRU. Für Für den gesperrten Dennis Hecht könnte Gino Mastrolonardo spielen.

Als in den Vorjahren TuRU Düsseldorf den TV Jahn Hiesfeld empfing, waren es meist Duelle zweier Mannschaften aus der oberen Tabellenregion. In dieser Saison wendete sich jedoch die Ausgangsposition und es treffen kurz vor der Winterpause der Elfte aus der Landeshauptstadt mit 17 und die "Veilchen" als Neunter mit 22 Punkten aufeinander. Da die Düsseldorfer im Sommer vor einem enormen Umbruch standen und eine ganze Reihe an gestandenen Oberligaspielern verloren, wundert sich Hiesfelds Trainer Jörg Vollack momentan nicht über den Tabellenstand des morgigen Gegners: "Sie haben dafür junge Leute dazugeholt und das dauert, bis es sich eingespielt hat." Dass die eigene Truppe im Mittelfeld der Liga feststeckt, ist da schon überraschender: "Es ist jedem klar, dass es bisher nicht so gelaufen ist, wie wir es uns alle vorgestellt haben. Aber das hat seine Gründe und die versuchen wir in der Winterpause abzustellen", sagt Vollack.

Einer der Negativaspekte beim TV Jahn ist wahrlich die Einstellungssache oder das Problem, sich gegen vermeintlich leichte Gegner nicht angemessen motivieren zu können. "Wir dürfen nicht glauben, dass wir, ganz egal gegen welchen Gegner, auch nur ein Stückchen nachlassen dürfen. Das haben wir in dieser Saison schon oft genug zu spüren bekommen und dass wir daraus nicht gelernt oder es begriffen haben, enttäuscht mich am meisten", meint der Hiesfelder Trainer, der damit auch appelliert, TuRU trotz des Umbruchs nicht zu unterschätzen: "Das ist immer noch eine gute Mannschaft, gegen die es nicht einfach wird und gegen die wir uns straffen müssen."

Bevor es auf die Zielgerade der Hinserie ging, wünschte sich der Coach aus den letzten drei Spielen des Jahres die volle Punktzahl. Nach dem 1:1 zuletzt gegen Baumberg ist dies schon nicht mehr machbar, umso mehr ist die Mannschaft nun gefordert, in Düsseldorf und danach gegen die starke U23 des MSV Duisburg jeweils drei Zähler zu verbuchen.

"Es können sechs Punkte, aber auch keiner werden, weil es schwierige Aufgaben sind", meint Vollack, der aus der Baumberg-Partie zwei verlorenen Zählern nachtrauert: "Normalerweise müssen wir bei unseren Chancen 3:1 gewinnen. Ich fand, dass es ein sehr intensives Spiel war, in dem wir gut dagegengehalten haben. Auch wenn die erste Halbzeit jetzt nichts für Fußballfeinschmecker war, müssen wir daran anknüpfen", findet der Trainer, der nur die Niederlage in Nievenheim am liebsten streichen würde: "Das war eine Katastrophe, aber ansonsten waren die vergangenen Wochen okay. Wenn wir Nievenheim wegnehmen, haben wir von fünf Spielen drei gewonnen und zweimal unentschieden gespielt."

Personell wird der TV Jahn umstellen müssen, weil sich Dennis Hecht in der Schlussphase die Gelb-Rote-Karte einhandelte und gesperrt ausfällt. Kevin Menke könnte dann wieder auf die Außenbahn gezogen werden, wodurch ein Platz in der Zentrale frei wird. Erster Kandidat dafür dürfte Gino Mastrolonardo sein, weil für Damiano Schirru oder Fabian Gombarek ein Einsatz in der Startelf nach ihren Pausen zu früh kommen dürfte.

(RP)