Lokalsport: Max Stahr fährt beim RSC auf Platz drei

Lokalsport : Max Stahr fährt beim RSC auf Platz drei

Radsport: Der Dinslakener liefert in der C-Klasse ein starkes Rennen ab. Pläne für die Innenstadt.

Bei den Ausreißern verzogen sich die Gesichter langsam von Runde zu Runde. Am Ende zeigte fast jeder der sieben Fahrer Zähne. Im Hauptfeld hörte man das mechanische Knacken der Gangschaltungen immer häufiger und das Feld zog sich auseinander, während es über die Start- und Zielgerade ging. Zwei Runden vor dem Ziel verleibte sich das Hauptfeld dann die Ausgebüchsten wieder ein.

Hohe Anforderungen stellte der Kurs im Gewerbegebiet Mitte an die Fahrer. Foto: Markus Joosten

Beim 26. Rundstreckenrennen des Radsportclub Dinslaken kamen die Zuschauer im Gewerbegebiet Dinslaken-Mitte wieder auf ihre Kosten. Neben der Hauptattraktion, dem Männer C-Klasse Rennen über 60,5 Kilometer, wurden auch eine Hobbyklasse über 27,5 Kilometer, ein Paarzeitfahren in der Männer C-Klasse sowie drei Seniorenklassen über 2,2 Kilometer angeboten. Auch die Junioren hatten ein eigenes Rennen. Die U-19 fuhr 44 Kilometer, die U-17, in diesem Jahr erstmalig dabei, im gleichen Rennen 38,5 Kilometer. "Wir haben uns in diesem Jahr trotz Nachwuchsproblemen im Radsport für ein U-17 Rennen entschieden", erklärte der erste Vorsitzende des RSC, Dirk Kottenhahn.

Das Hauptrennen war lange von einer Ausreißergruppe geprägt, die rund 40 der insgesamt 55 Runden dem Hauptfeld entwischt war. Auch zwei Fahrer des RSC Dinslaken fanden sich unter den Ausreißern. "Bei mir haben 15 Runden vor Schluss beide Beine zugemacht und ich hatte Krämpfe. Ich konnte erst das Tempo bei den Ausreißern nicht mehr halten, danach hat es bei mir auch im Hauptfeld nicht mehr geklappt"; erklärte RSC-Fahrer Jan-Peter Herbst.

Anders lief es bei RSC-Fahrer Fabian Lange, der das Tempo der Ausreißer bis zum Ende mitging. "Wir haben uns vorne lange gut ergänzt. Ich habe mir vorgenommen aktiv zu fahren, an einen Sieg habe ich nicht geglaubt", erklärte Lange der am Ende 20. wurde. Ein Dinslakener schaffte es aber auf das Treppchen. Max Stahr, der für FC Lexxi Speedbike an den Start gegangen war, wurde Dritter. "Ich wohne in Dinslaken und das ist immer noch mein Heimrennen hier. Ich weiß, dass ich ganz gute Sprintfähigkeiten habe, aber als wir eingeholt wurden, habe ich nicht mehr gedacht, dass das mit dem Treppchen etwas wird", meinte Stahr. Platz eins und zwei sicherten sich Fahrer vom RSV Gütersloh. Martin Maas zog kurz vor der Zielgeraden den erschöpften Stefan Harthun mit, der sich bereits im Ausreißerfeld verausgabt hatte, und ließ ihn als Erster über die Ziellinie. "Dass es so funktioniert, hätte ich nicht gedacht, aber am Ende hatte ich noch Reserven und dann war klar, dass ich Stafan helfe", erklärte Maas. "Es ist einfach nur stark von Martin gewesen. Ohne ihn hätte ich heute hier nicht gewonnen", meinte Sieger Stefan Harthun.

Trotz beständigen Wetters und rund 160 Meldungen suchte RSC-Vorsitzender Dirk Kottenhan mit Schirmherr Bürgermeister Michael Heidinger das Gespräch, um das Rennen im nächsten Jahr in der Innenstadt zu veranstalten. "Aufgrund der Erneuerung der Bahnstraße sind wir dieses Jahr noch mal hier im Gewerbegebiet geblieben. Wir haben aber konkrete Pläne, das Rennen in die Innenstadt zu verlegen. Dort bekommen wir mehr Zuschauer", erklärte Kottenhahn. Auch wenn das Rennen beim nächsten Mal in der Innenstadt stattfinden sollte, soll es ein kurzer Rundkurs bleiben, damit gerade die Zuschauer weiterhin viel mitbekommen können.

(tut)
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