Lokalsport: Mark Essery trifft in der Verlängerung

Lokalsport : Mark Essery trifft in der Verlängerung

Eishockey: Dinslaken Kobras setzen sich gegen Soest mit 5:4 durch. Der Kanadier macht das entscheidende Tor.

Für die Dinslaken Kobras zählte gegen den Tabellennachbarn Soester EG in der Eishockey-Regionalliga eigentlich nur ein Sieg, um den Abstand auf den Konkurrenten und die unteren Plätze zu vergrößern und den eigenen sechsten Platz zu sichern. In einem spannenden und umkämpften Spiel mit mehrfach wechselnden Führungen konnten sich die Dinslakener letztlich mit 5:4 (0:1, 2:2, 2:1,1:0) nach Verlängerung durchsetzen und damit immerhin zwei Punkte einfahren.

In den ersten zehn Minuten entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, wobei Soest die zwingenderen Möglichkeiten hatte. Durchaus verdient gingen die Soester in Führung, als sich Martin Juricek aus halbrechter Position von der blauen Linie ein Herz fasste und der Puck über die rechte Hand des Dinslakener Torhüters Marvin Haedelt im langen Eck einschlug. Sowohl der Keeper als auch die Abwehr sahen in dieser Situation nicht gut aus.

Im zweiten Drittel legten die Kobras dann los wie die Feuerwehr und kamen nach nur 27 Sekunden durch Stefan Dreyer zum Ausgleich. Nach 27 Minuten legte Mark Essery nach einem Konter über die rechte Seite nach, als er seinen Sololauf mit dem 2:1 krönte. Doch allzu lange währte die Führung der Gastgeber nicht. Knappe sechs Minuten später stellten die Gäste nach einem schlampigen Puckverlust im Dinslakener Spielaufbau auf Gleichstand, um nur 13 Sekunden später das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen.

Zu Beginn des zweiten Drittels holte sich Soests Fabian Psyzynski für einen ungestümen Kniecheck gegen Kevin Wilson eine Fünf-Minuten- plus Spieldauer-Strafe ab. Wilson musste zunächst das Feld verlassen, konnte nach wenigen Minuten aber weiterspielen. Das Überzahlspiel der Kobras ließ zunächst zu wünschen übrig, so dass Kobras-Trainer Krystian Sikorski eine Auszeit nahm, gerade als Haedelt eine Riesenchance der Soester per Glanzparade vereitelt hatte. Sikorski fand anscheinend die richtigen Worte, denn nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff gelang Michal Plichta der Ausgleich (44.). In der 46. Minute legte Plichta mit einem satten Distanzschuss von der blauen Linie in die rechte Ecke zum 4:3 nach.

Doch Soest kämpfte sich erneut ins Spiel und erzielte in der 53. Minute den Ausgleich, als die Hausherren allzu sorglos verteidigten und Ernst Reschetnikow in die kurze Ecke einschob. In der fünfminütigen Verlängerung holte sich Soests James Ross eine Zwei-Minuten-Strafe ab, die den Kobras in die Karten spielte. Etwa eine halbe Minute später versenkte Mark Essery die Scheibe zum 5:4-Siegtreffer im Netz.

"Wir haben uns sehr schwergetan. Ich muss die Jungs aber in Schutz nehmen, weil wir in den letzten Wochen keinen richtigen Rhythmus hatten und wir kaum kontinuierlich trainieren konnten. In den ersten beiden Dritteln war Soest sicherlich besser, danach sind wir besser ins Spiel gekommen. Bei den Gegentoren hat sehr viel nicht gestimmt", meinte Sikorski nach der Partie und war "sehr zufrieden mit den zwei Punkten".

Tore: Dinslaken Kobras: Plichta (2), Essery (2), Dreyer; Soest: Juricek, Klinge, Berger, Reschetnikow.

Strafminuten: Dinslaken Kobras 6; Soester EG 17 + Spieldauer (Pyszynski).

(RP)
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