Lokalsport: Marathon wird Teil der Winterlaufserie

Lokalsport : Marathon wird Teil der Winterlaufserie

Die Ausrichter der beiden Duisburger Großveranstaltungen kooperieren. Es gibt einen Supercup für den Gesamtsieger. "Wir wollen eine zusätzliche Herausforderung bieten", sagt Uwe Busch, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Duisburg.

Der Winter wird für die Ausdauerläufer am Niederrhein sehr lang sein. Er wird sich bis zum 3. Juni 2018 hinziehen. Denn dann steigt die 35. Auflage des Rhein-Ruhr-Marathons. Zum ersten Mal wird der Traditionswettbewerb gleichzeitig der Abschluss der Winterlaufserie des ASV Duisburg sein.

Foto: EICKERSHOFF Stephan

Die Ausrichter beider Veranstaltungen - der Stadtsportbund und der LC Duisburg auf der Seite der Marathonis und der ASV Duisburg bei den Winterläufern - kooperieren nun. 2018 geht es zum ersten Mal um den Supercup. "Wir wollen eine zusätzliche Herausforderung bieten", sagt SSB-Geschäftsführer Uwe Busch. Wer beim ASV Duisburg die drei Läufe der Großen Serie über zehn (3. Februar), 15 (3. März) und 21,1 Kilometer (24. März) bestreitet, kann den Rhein-Ruhr-Marathon draufpacken und dann am 3. Juni um den Supercup laufen.

Mit der Entscheidung, ob sie die Serie verlängern wollen, können sich die Läufer bis zum Ende der Nachmeldefrist des Marathons am Veranstaltungstag Zeit lassen. Die Winterläufer erhalten ihre Startnummer für den Marathon zum Spartarif, der für die übrigen Athleten nur bis zum 31. Dezember gilt.

Der Stadtsportbund und der LC Duisburg wollen auf diesem Weg dem klassischen Marathon neuen Schwung verleihen. Zwar sind jährlich rund 6000 Läufer beim Rhein-Ruhr-Marathon dabei, aber der Halbmarathon liegt in der Gunst der Teilnehmer weit vor dem Rennen über die 42,195 Kilometer. Hier bewegten sich die Teilnehmerzahlen zuletzt nur im 900er-Bereich.

Für den ASV, der seit 1986 die Winterlaufserie ausrichtet, schließt sich mit der Kooperation der Kreis. "Der ASV hat die Winterlaufserie einst auch als Vorbereitung auf den Marathon ins Leben gerufen", sagt ASV-Pressewart Friedhelm Abel. Bernd Düngen, beim ASV damals Mann der ersten Stunde und nun Mitglied des Marathon-Organisationsteams, freut sich über "eine Sache, die es in Deutschland sonst nirgendwo gibt".

Mit 4300 Teilnehmern pro Start ist die ASV-Trilogie schon jetzt die größte Laufserie der Republik. Wer die Viertakt-Variante wählt, kann auch gewinnen, ohne auf der Strecke flott zu sein. Unter allen Teilnehmern verlosen SSB, LCD und ASV Freistarts für zwölf attraktive Laufveranstaltungen. Dazu gehören unter anderem die Marathonläufe in Berlin, München. Frankfurt, Köln, Salzburg, Luxemburg und auf Malta sowie der Rennsteiglauf.

Neu im Programm ist beim ASV eine zusätzliche Serie für Kinder. Die Kooperation zwischen den drei Veranstaltern ist langfristig angedacht. Sollte sich das Konzept bewähren, soll es auch in den kommenden Jahren für die Läufer die Möglichkeit geben, in Duisburg viermal an den Start zu gehen. "Am Ende wird abgerechnet. Wenn die Sache gut ankommt, sehe ich sehr viel Potenzial, die Kooperation in den nächsten Jahren auszubauen und zu verfeinern", sagt Friedhelm Abel.

(RP)
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