Lokalduell zwischen SV 08/29 Friedrichsfeld und SuS 09 Dinslaken

Fußball : SV 08/29 Friedrichsfeld strotzt vor Optimismus

Nach dem Sieg gegen Spitzenreiter BW Dingden ist der Bezirksligist im Lokalduell beim SuS 09 Dinslaken in der Favoritenrolle. Der Gastgeber hat erhebliche Personalsorgen. Mehrere Spieler werden ausfallen.

Im Hinspiel herrschte noch eine andere Gefühlslage vor dem Derby in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SuS 09 Dinslaken und der SV 08/29 Friedrichsfeld. Damals war der SuS als Aufsteiger das Überraschungsteam der ersten Wochen, Friedrichsfeld hingegen fiel nach einer vielversprechenden Vorbereitung in der Liga durch Inkonstanz auf. Am Ende gab es ein 1:1. Am morgigen Sonntag um 15.15 Uhr treffen die Kontrahenten nun erneut aufeinander – und diesmal sind die Vorzeichen ganz andere.

„Ich bin enttäuscht von unserer Vorbereitung. Unsere Mannschaftsteile konnten kaum zusammen trainieren. Ich war hauptsächlich damit beschäftigt, Lücken zu stopfen. Das habe ich mir ganz anders vorgestellt“, sagt SuS-Trainer Thorsten Schramm. Alle Testspiele gingen dann auch verloren. „Es hängt jetzt viel davon ab, wie die Spieler wieder in den Wettkampfmodus kommen. Ich wäre mit einem Unentschieden zufrieden“, so der SuS-Coach.

In Friedrichsfeld ist die Gefühlslage nach dem überzeugenden Auftritt gegen Spitzenreiter BW Dingden am vergangenen Wochenende freilich eine ganz andere. Dennoch drückt Trainer Dirk Lotz vor dem Derby zaghaft auf die Euphoriebremse. „Das ist die nächste hohe Hürde für uns“, sagt der 08/29-Trainer. Nach dem 3:2 gegen den Ligaprimus schwebte der Tabellensechste unter der Woche auf Wolke sieben. „Die Mannschaft war unheimlich motiviert im Training. Ich rechne mir am Wochenende schon etwas aus“, sagt Lotz, stellt aber auch klar, „dass Dinslaken schwer zu bespielen sein wird.“

Das offensivere Dingdener Spiel passte den Friedrichsfeldern sehr gut in den Kram, der SuS 09 Dinslaken wird indes wahrscheinlich ein ganz anderes Spiel aufziehen. „Ich gehe davon aus, dass sie hauptsächlich das Tor verteidigen werden und nicht so sehr versuchen mitzuspielen“, ahnt Lotz, dass auf seine Mannschaft ein kniffliges Stück Arbeit zukommen könnte. „Wenn wir aber an die Leistung vom vergangenen Wochenende anknüpfen können, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir gewinnen.“

Auch in Sachen Verletzungspech liegen Welten zwischen beiden Teams. Während in Friedrichsfeld das komplette Personal grünes Licht für das Derby gegeben hat, hadert der SuS gleich mit mehreren Ausfällen. Neben dem Langzeitverletzten Jens Krönung können auch Torsten Kandziora, Sebastian Pfeiffer, Bastian Bruß und Georg Hannah nicht am Sonntag auflaufen.

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