Lokalsport: Lohberger Mannschaften in einer Gruppe

Lokalsport : Lohberger Mannschaften in einer Gruppe

Fußball: Rot-Weiß Selimiyespor und VfB zusammen mit DJK Vierlinden in der Bezirksliga 3. SV 08/29 Friedrichsfeld in der Gruppe 6,.

Der Fußballverband Niederrhein hat nach langen Diskussionen im Fußball-Ausschuss die Gruppeneinteilung für die kommende Saison bekanntgegeben. "Während die Oberliga sich von alleine aufstellte, war die Einteilung der Landes - und Bezirksligen nicht ganz so unkompliziert, schließlich wollte man es sowohl den Vereinen als auch den Kreisen recht machen", hieß es in der Pressemitteilung des FVN. Der Vorsitzende des Fußball-Ausschusses, Wolfgang Jades, sagte: "Man muss immer Kompromisse schließen und kann leider nie alle zufriedenstellen. Wir versuchen zumindest zu erreichen, Vereine und Kreise nicht in zwei Folgejahren zu sehr belasten. Beim VfB Lohberg ist dieser Plan nicht ganz aufgegangen. "Wir hätten gerne mal in der Bocholter Gruppe gespielt, jetzt müssen wir wieder nach Essen fahren", seufzte VfB-Trainer Thomas Grefen. Allerdings hatte der Verband dem VfB in der letzten Saison schon den Wunsch erfüllt, nicht in einer Gruppe mit dem Nachbarn Rot-Weiß Selimiyespor zu spielen. In der kommenden Saison wird das Derby stattfinden.

"Wir freuen uns, dass wir einige Derbys haben", sagt Grefen und spricht neben RWS auch von Hamborn 07 II, der DJK Vierlinden und Genc Osman Duisburg, die allesamt nicht allzu weit entfernt liegen. "Schade, dass Friedrichsfeld nicht dabei ist", hätte der Coach gerne noch eine kurze Auswärtsfahrt mehr im Programm gehabt. "Ich hoffe, dass alle einen kühlen Kopf bewahren und Fußball Fußball sein lassen. Emotionen gehören dazu, aber wir sollten diese im Griff haben und zusehen, dass es zwei schöne Spiele werden", mahnt der Coach in Bezug auf das Duell mit dem Nachbarn, da es beim letzten Aufeinandertreffen in der Kreisliga A zu unschönen Auseinandersetzungen gekommen war. "Es ist bestimmt ein Vorteil, dass wir den Großteil der Mannschaften kennen, aber zunächst einmal sind wir froh, dass wir eine richtig gute Mannschaft haben", ist Grefen mit der Einteilung zufrieden und geht zuversichtlich in die kommende Spielzeit.

"Gut ist, dass wir ein paar mehr Derbys haben, schlecht, dass wir uns gerade an die andere Gruppe gewöhnt haben und jetzt ganz woanders hinmüssen", brachte RWS-Vorstand Ali Acabuga zunächst jeweils ein Pro-und Contra-Argument. "Wir haben aber aus der vergangenen Saison gelernt und werden dementsprechend eine ganz andere Vorbereitung haben", sieht Acabuga seinen Verein gut gerüstet für die kommende Saison. Außerdem kenne man die Mannschaften aus dem Kreis aus der Vergangenheit. "Vierlinden wird sicher eine gute Rolle spielen und Genc Osman hat sich brutal verstärkt", nannte der Vorsitzende zwei seiner Favoriten für die kommende Spielzeit. "Mal sehen, wie die Resonanz aus Essen ist. Ich peile Platz vier bis zehn an. Auf jeden Fall wollen wir nicht wieder so lange zittern", formuliert Acabuga ein durchaus ambitioniertes Ziel. "Bei den Derbys werden wohl um die 1000 Leute da sein. Wir sollten einen Schritt aufeinander zugehen, alles andere hilft nicht", freut sich Acabuga auf die Spiele gegen den VfB und appelliert an die Vernunft. "Es ist viel Neuland und viele Spiele auf Asche. Ich freue mich riesig, dass wir drin geblieben sind", sagte Acabuga, der heute den neuen Trainer vorstellen wird.

Jens Dowedeit, Co-Trainer der DJK Vierlinden, meint: "Ich würde sagen, dass diese Gruppe deutlich stärker ist als die anderen." Die Walsumer wollen die Saison ohne Druck angehen. "Natürlich sind nach dieser tollen Spielzeit die Erwartungen hoch, aber bei der DJK können wir ganz in Ruhe arbeiten. Wir freuen uns darauf."

Die SV 08/29 Friedrichsfeld hat eine Gruppe mit vielen bekannten Gegnern erwischt. "Wir sind wieder in einer anderen Gruppe gelandet, die Duisburger sind nicht mehr dabei. Ich bin zufrieden, auch wenn es kein einfaches Unterfangen wird", äußerte sich Friedrichsfelds Trainer Dirk Lotz zu der Einteilung in die "Oberhausener Gruppe". Als starke Truppen nennt Lotz den SC Buschhausen, den SV Emmerich-Vrasselt sowie die Oberhausener Teams, mit denen "immer zu rechnen" sei. "Es ist eine sehr ausgeglichene Gruppe und wir wollen eine gute Rolle spielen", kündigt der Übungsleiter an und weicht trotz der unbefriedigenden vergangenen Spielzeit nicht vom Ziel ab, unter den besten fünf Mannschaften dabei sein zu wollen.

(RP)
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