Lokalsport: Lingen hat Matchball gegen Calatrava

Lokalsport : Lingen hat Matchball gegen Calatrava

Tennis: Herren der DTG Blau-Weiß bangen um den Klassenerhalt. Rot-Weiss gewinnt Spitzenspiel und steht vor dem Aufstieg. Für TV Jahn Hiesfeld reichte es nicht. Damen von Rot-Weiss haben nur noch theoretische Chancen.

Wäre der Return von Alex Calatrava nur zwei Millimeter weiter außen und damit im Aus eingeschlagen, die Tennis-Herren der Dinslakener TG Blau-Weiß hätten vor den Doppeln zumindest noch eine theoretische Chance gehabt. Bei 9:8-Führung im Match-Tiebreak hatte Dinslakens Nummer drei Daniel Lingen gegen den früheren Weltklassespieler Matchball, unterlag dem Spanier, der Anfang des Jahrtausends auch einmal für die DTG in der Bundesliga auflief, aber schließlich noch mit 6:3, 2:6, 9:11. Damit war die Partie beim Netzballverein Velbert, der allein mit drei Iberern antrat, durch. Blau-Weiß verlor mit 3:6 und wartet weiter auf den ersten Sieg in der 1. Verbandsliga.

"Es liegt nicht an den Leistungen unserer Spieler. Die Jungs bewegen sich an ihrer Grenze, aber wir haben einfach eine schwere Gruppe erwischt. Die anderen Teams haben ein deutlich höheres Budget und ganz andere Ambitionen", erklärte DTG-Trainer Thomas Lönegren. Im Einzel punktete nur Christian Hörscher, der sein Match an Position sechs in zwei Sätzen gewann.

Auch die Damen des Nachbarn TC Rot-Weiss bleiben in der 1. Verbandsliga ohne Erfolgserlebnis. Beim Rochusclub Düsseldorf II mussten sich die Dinslakenerinnen mit 2:7 geschlagen geben. Eine starke Leistung zeigte dabei Gina Betzholz, die das Spitzeneinzel gewann und damit vor den Doppeln den einzigen Punkt für die Gäste holte. Den zweiten Zähler fuhren Anika Engelbrecht und Kimberley Tatzki, die nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback feierte, im dritten Doppel ein.

"Wir werden es weiter versuchen, aber die Luft wird natürlich immer dünner. Realistisch ist es sicher nicht mehr, dass wir die Klasse noch halten, aber aufgeben werden wir nicht", befand Mannschaftsführerin Engelbrecht hinterher.

Über der Anlage an der Gneisenaustraße braute sich ein Donnerwetter zusammen, doch bei den Herren des TC Rot-Weiss herrschte am Abend trotzdem eitel Sonnenschein. Mit 6:3 hatte der Dinslakener Bezirksligist gerade eben das Topspiel der bislang noch ungeschlagenen Teams gegen den DSC Preußen für sich entschieden und damit einen großen Schritt in Richtung Aufstieg gemacht. Die Rot-Weissen wollen nun auch die Pflichtaufgaben gegen Spellen und Raffelberg noch mit höchster Konzentration bestreiten. Gegen die Duisburger lieferten die beiden Niederländer René Lindenbergh und Boris Oomes vorne die erwartet sicheren Punkte. Auch Robin Börger spielte an Position vier ein ganz starkes Match und setzte sich sicher durch. Im letzten Einzel des Tages fiel dann die Vorentscheidung. Dinslakens Mannschaftsführer Stefan Lange gab zwar den zweiten Satz glatt ab, behielt dann aber im Match-Tiebreak kühlen Kopf, spielte nahezu fehlerfrei und brachte sein Team schließlich mit 4:2 in Front. Das Doppel Lindenbergh/Boomes machte schnell den Deckel drauf, Lange und Nils Watenphul holten noch den sechsten Punkt.

Ligakonkurrent TV Jahn Hiesfeld verlor dagegen beim SuS Wesel-Nord mit 3:6 und hat den Klassenerhalt damit noch nicht hundertprozentig. Boris Delpire, Spitzenspieler der "Veilchen", stand verletzungsbedingt nur auf dem Spielbericht. Die Siege von Sandro Poli und Yannick Hillen waren zu wenig. Im Doppel punkteten nur noch Poli und Mats Hillen. Mannschaftsführer Robin Pische stand nach seinem Skiunfall erstmals wieder im Doppel auf dem Platz.

Der TC Blau-Weiß Spellen hat nach der 1:8-Niederlage gegen den Kahlenberger HTC II nur noch theoretische Chancen auf den Verbleib in der Bezirksliga. Nur Peter Koslowsky jr. punktete im Spitzenspiel für die Hausherren.

(RP)
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