Kreisliga A: SGP Oberlohberg erfüllt Pflichtaufgabe

Fußball : Tabellenführer SGP Oberlohberg erfüllt die Pflichtaufgabe

Kreisliga A: Trotz eines 6:1 bei Yesilyurt Möllen moniert Voerde-Trainer Jörg Lieg die Leistung. Niederlagen für VfB Lohberg und Hiesfeld II. Glückauf Möllen spielt unentschieden.

Die SGP Oberlohberg bewahrte mit einem 2:0 (1:0) bei der zweiten Mannschaft des Duisburger FV 08 ihre weiße Weste in der Fußball-Kreisliga A und baute ihre Siegesserie auf fünf Partien am Stück aus.

„Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt, sind aber nicht höher gesprungen, als wir mussten. Wir haben uns in einigen Situationen, gerade im Abschluss, selber im Weg gestanden“, fasste SGP-Trainer Jens Szopinski zusammen. „Wir sind auf einen stärkeren Gegner gestoßen, als es die Tabelle aussagt, haben es unterm Strich aber erfolgreich gestaltet“, befand der Coach, der den Unparteiischen Jörg Spielvogel als „besten Mann auf dem Platz“ bezeichnete. Die Tore für Oberlohberg erzielten Florian Röhring (15.) und Dennis Gieselmann per Strafstoß (55.).

Der TV Voerde setzte sich im Derby bei Yesilyurt Möllen ungefährdet mit 6:1 (2:1) durch. „Wir haben uns den Möllenern vom Spielerischen her angepasst, wir hätten zur Halbzeit mindestens 4:0 führen können. Wir haben unsere Torchancen zuhauf nicht genutzt und trotz sechs Toren nicht gut gespielt“, zeigte sich Voerdes Trainer Jörg Lieg trotz des deutlichen Erfolges nicht zufrieden. „In der zweiten Halbzeit war es etwas besser. Solange wir die Tore machen und hinten gut stehen, ist es in Ordnung, aber wir müssen zusehen, dass wir besseren Fußball spielen“, meinte der Coach. Die Tore für den TVV erzielten Silas Bargmann (5.), Til Faßbender (22.), Dennis Domnik (48.), Chris Harder (61.), Andre Kühnen (83.) und Daniel Fahnenbruck (88.). Der Ehrentreffer für Yesilyurt gelang Sercan Sikli (42.).

Noch unzufriedener als sein Pendant war naturgemäß Yesilyurt-Trainer Oguzhan Akkaya: „Ich muss umstellen und mein Spielsystem ändern. Ich habe nie mit einer Dreierkette gespielt, das habe ich hier erst kennengelernt. Am Anfang ist das noch gelungen, aber gegen Gegner wie Voerde haben wir Riesenlöcher in der Abwehr.“ Akkaya überlegt, ob er auf sein bewährtes 4-3-2-1-System umstellt. „3-5-2 ist schwierig zu spielen und uns fehlen Spieler im Abwehrbereich. Wir waren mannschaftlich einfach schlecht“, monierte der Übungsleiter, attestierte den Voerdern aber eine spielerisch und läuferisch starke Leistung, auch wenn es Jörg Lieg anders sah.“

Glückauf Möllen musste sich derweil bei Eintracht Walsum mit einem torlosen Remis begnügen. „Es war so, wie ich es erwartet habe. Der Gegner war hungrig und gallig, letztendlich ist es ein gerechtes 0:0“, sagte Möllens Trainer Christian Schwarz zum Duell mit seinem Ex-Verein. Jedoch sah der Coach eine Schlüsselszene in der Partie. „Der Schiedsrichter hat uns einen klaren Elfmeter nach einer Notbremse nicht gegeben. Er hat den Tatort außerhalb des Strafraums gelegt und nur Gelb statt Rot gezeigt“, ärgerte sich Schwarz, war aber auch mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht einverstanden. „Wir haben nicht an unsere normale Leistung angeknüpft. Wir waren spielerisch besser, aber Walsum kämpferisch, deshalb ist es leistungsgerecht“.

Der VfB Lohberg ist nach einer 2:3 (1:1)-Niederlage bei Union Hamborn auf den vorletzten Tabellenrang abgerutscht. „Es ist ganz kurios, wir hatten lange die Kontrolle, gerade am Anfang müssen wir eigentlich zwei bis drei Tore machen“, haderte VfB-Trainer Thomas Grefen. Eine interessante Szene gab es nach etwa einer Stunde, als Manuel Viltuznik nach einem vermeintlichen Foul den gegebenen Strafstoß vom Schiedsrichter zurücknehmen ließ und der Gegner im Gegenzug seinen zweiten Treffer erzielte, laut Grefen nach einem „klaren Foul im Mittelfeld“. „Ich weiß nicht, warum Manu das macht, ob er noch einen Fair-Play-Preis gewinnen will?“, zeigte Grefen aufgrund der prekären Lage wenig Verständnis für die gute Geste seines Stürmers, auch weil er „keine klare Schwalbe“ gesehen hatte. In der 72. Minute bekamen die Lohberger zwar noch einen Elfmeter zugesprochen, den Viltuznik auch verwandelte (72.), doch nach Marvin Wawrocks zwischenzeitlichem Ausgleich (34.) reichte der Treffer nur noch für Ergebniskosmetik.

Die Reserve des TV Jahn Hiesfeld musste eine 0:4 (0:3)-Niederlage bei Rheinland Hamborn hinnehmen. „Wir haben keinen Fuß auf den Boden gekriegt. wir waren nicht konkurrenzfähig und haben verdient verloren. Mund abwischen, weitermachen“, sagte Hiesfelds Co-Trainer Sven Verlinden ob der deutlichen Niederlage.

(pst)
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