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Handball: Konstanz heißt das Zauberwort

Handball : Konstanz heißt das Zauberwort

Nach ganz blassen Leistungen in der Rückrunde, die allenfalls das Prädikat mangelhaft als Wertung zuließen, soll es für die Oberliga-Handballerinnen des TV Bruckhausen und vor allem der SV 08/29 Friedrichsfeld nach oben gehen.

Eigentlich war es gar nicht so schlecht, dass die Oberliga-Handballerinnen der SV 08/29 Friedrichsfeld in der Vorsaison eine derart grausige Rückrunde spielten, dass sie vom dritten bis auf den siebten Platz stürzten. Denn nach der starken Vorrunde, in der Fortuna den "Vereinigten" auch oft hold war, träumten viele Zuschauer schon wieder von "den guten alten Zeiten".

Das passt Spielertrainerin Andrea Glasmacher überhaupt nicht, schließlich wünscht sie sich von ihren Farben deutlich stabilere Leistungen. Konstanz heißt also das Zauberwort in Friedrichsfeld, es soll dann doch nicht mehr alles davon abhängen, ob Torfrau Lena Teschner einen Sahnetag an den nächsten reiht, wie eben in der vergangenen Rückrunde.

Traute mit Verantwortung

Vielmehr stellte Glasmacher den Kader deutlich breiter auf, auch wenn sie selbst als Leistungsträgerin nach ihrem Kreuzbandanriss noch unbestimmte Zeit ausfällt. Viel Verantwortung kommt daher auf Neuzugang Valerie Traute zu, die im Rückraum vielseitig einsetzbar ist. "Ich verspreche mir eine ganze Menge von Valerie, aber die Mädels müssen erst einmal alle lernen, auf ihre Ideen einzugehen", erklärt Glasmacher.

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Generell will sie ihre Mannschaft da hin bringen, dass "alle das Spiel verstehen und die richtigen Entscheidungen treffen". Gelingt dies, so soll 08/29 im oberen Mittelfeld landen — "der Aufstieg ist aber überhaupt kein Thema", so Glasmacher. Die Favoriten heißen für sie eher TV Aldekerk, Tb Wülfrath oder aber Mettmann-Sport.

Mit ganz simplen Zielen geht der TV Bruckhausen in die Saison. Nach der schwachen Saison des Vorjahres, in der die Hünxerinnen wegen vieler Verletzter beinahe in die Verbandsliga abgestiegen werden, will Trainer Wilfried Zeh diese Saison "einfach schön mitspielen". Alles was über einen gesicherten Mittelfeldplatz hinausgeht sieht der erfahrene Übungsleiter dabei als Bonus an, auch wenn er erstmals seit Jahren einen vollen Kader, und mit den Routiniers Stefanie Blome und Sonja Pommeranz in der Hinterhand noch zwei Asse im Ärmel hat.

Die wichtigste Personalie ist trotz des Zugangs der ehemaligen Bundesliga- und letztjährigen Zweitliga-Spielerin Andrea Surholt aber die der Rückraumspielerin Anna Krajnik. Denn noch scheint nicht klar, ob die Rekonvaleszentin nach ihrem Kreuzbandriss schon zum Saisonstart wieder fit ist. Und wie viel beim TVB an der Polin hängt, die nicht wenige Trainer für die beste Spielerin der Liga halten, lässt sich an der Statistik nach ihrer Verletzung ablesen — ganze vier Zähler holten die Hünxerinnen in den 16 Spielen ohne die Torjägerin.

Erst einmal finden

Einen klaren Favoriten auf die Meisterkrone sieht Zeh indes nicht — für ihn ist nur klar, dass sein Team nicht ganz oben mitspielen wird, selbst wenn alle Spielerinnen die komplette Saison gesund bleiben. "Wir müssen erst einmal sehen, dass wir uns finden, uns einspielen. Und zum Start haben wir ja direkt dicke Brocken zu überstehen."

(RP)