Lokalsport: Kobras müssen vorerst auf Daniel Pleger verzichten

Lokalsport : Kobras müssen vorerst auf Daniel Pleger verzichten

Eishockey: Der Top-Scorer des Dinslakener Regionalligisten nimmt aus privaten Gründen eine Auszeit.

Zweimal spielte Eishockey-Regionalligist Dinslaken Kobras in dieser Saison bereits gegen die EG Diez-Limburg. Und zweimal bezog die Mannschaft zu Hause eine Niederlage. Am heutigen Freitag um 20.30 Uhr muss das Team von Trainer Krystian Sikorski im dritten Duell bei den Hessen antreten. Die Bilanz ist mit 0:6-Punkten und 5:13-Toren alles andere als rosig. Auch diesmal gehen die Kobras als krasse Außenseiter ins Spiel.

Es gilt in erster Linie, die Paradereihe Fischer/Davies/Firsanov, die schon manche Verteidigung vor unlösbare Probleme gestellt hat, in den Griff zu bekommen. Auch wird von Bedeutung sein, wie viele Dinslakener Akteure die Fahrt antreten können. Definitiv verzichten muss Sikorski auf Tom Giesen (beruflich), Philipp Heffler (verletzungsbedingt) und Daniel Pleger. Letzterer nimmt sich aus privaten Gründen eine längere Auszeit, deren Dauer er selbst derzeit noch nicht mitteilen konnte. Details wollte der 34-Jährige nicht nennen. Die Pause des Top-Scorers trifft die Kobras in der aktuellen Situation besonders hart. "Doch so ist das nun einmal im Leben. Die Familie und der Beruf haben immer Vorrang", sagt Trainer Sikorski. Auch der Einsatz von Kevin Wilson ist fraglich. Er hatte sich Ende vergangener Woche einen grippalen Infekt eingefangen und musste daher seinen Einsatz im Spiel gegen Hamm nach kurzer Zeit abbrechen.

Sikorski macht seinem Team trotzdem Mut: "Diez-Limburg hat eine sehr starke Mannschaft. Dennoch ist jede Partie anders und mein Team wird wie immer bis zum Schluss kämpfen. Entschieden ist es frühestens nach 60 Minuten."

Am Sonntag um 19 Uhr empfangen die Kobras den Neusser EV. Allein der Name des Vereins erzeugt bei den erfahreneren Fans ein mulmiges Gefühl. Obwohl die Gäste nicht zu den Top-Favoriten der Liga zählen, schaffen es die Dinslakener regelmäßig, bei diesen Vergleichen ihre schlechteste Saisonleistung abzurufen, bisher aber nur in der gegnerischen Halle. Und dies hat die Dinslakener Mannschaft bei der 3:8-Niederlage am Neusser Südpark schon hinter sich gebracht.

Das Neusser Team wird sich wohl auf das besinnen, was es kann: Geradliniges diszipliniertes Eishockey, gestützt auf einen starken Torhüter Ken Passmann. Dabei soll der Gegner ausgekontert werden. Außerdem sind die Gäste mit einem exzellenten Überzahlspiel ausgestattet. Somit kann die Devise für die Kobras nur lauten: Kontrollierte Offensive, geduldig spielen und Strafbankkontakt vermeiden.

"Im Hinspiel haben wir sehr schlecht agiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns das bei der Heimpartie noch einmal passiert. Jedenfalls werde ich am Sonntag mehr Personal zur Verfügung haben, was mir mehr taktischen Spielraum bietet", sagt Sikorski.

(RP)