Lokalsport: Kobras müssen sich den Aufstieg abschminken

Lokalsport : Kobras müssen sich den Aufstieg abschminken

Eishockey: Im entscheidenden dritten Spiel im Play-Off-Halbfinale musste sich die Mannschaft in Dortmund mit 3:7 geschlagen geben.

Der Traum vom Aufstieg in die Eishockey-Oberliga ist geplatzt. Im dritten und entscheidenden Play-off-Halbfinale verloren die Dinslakener Kobras mit 3:7 (1:1, 0:4, 2:2) bei den Dortmunder Eisadlern und treffen nun im Spiel um Platz drei auf die Luchse des EC Lauterbach, die beide Spiele gegen die Zweitvertretung der Kölner Haie verloren haben.

Mal wieder hieß es "Endstation Dortmund". Wie bereits in der vergangenen Saison verloren die Kobras im Halbfinale gegen die Eisadler. Damals ging es nur um den Regionalliga-Pokal. Diesmal mussten sich die Kobras aus dem Rennen um die Regionalliga-Meisterschaftskrone verabschieden. "Die Enttäuschung war groß", gestand Thomas Schmitz, "ich hatte sogar Tränen in den Augen". Nichtsdestotrotz betonte der Coach: "Ich bin sehr, sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft und vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, wenn wir erst in der kommenden Saison aufsteigen." Denn nur durch sportliche Qualifikation möchte Schmitz mit seinem Team aufsteigen, "nicht durch Entscheidungen am grünen Tisch". Solche wären denkbar, wenn eine der aktuellen Oberliga-Mannschaften einen Rückzieher macht und so den drittplatzierten Regionalligisten nachrücken lässt. Doch um den dritten Platz zu erreichen, müssten die Kobras zunächst die Lauterbacher Luchse nach dem "Best-of-Five-System" schlagen. Es müssen also drei Spiele gewonnen werden.

"Wir haben gut begonnen und alles richtig gemacht", erklärte Schmitz. So gingen die Dinslakener Gäste vor knapp 1000 Zuschauern im Eissportzentrum Westfalen durch ein Tor von Kamil Vavra (6.), in Führung. Durch einen Wechselfehler gegen Ende des ersten Drittels geriet die Kobra-Abwehr in Bredouille, so dass Dortmunds Tommy Kuntu-Blankson durch eine Notbremse von Petr Macaj am Torschuss gehindert werden musste. Diese Aktion bescherte den Eisadlern einen Penalty, den Kobra-Keeper Dennis Rudolph nicht parieren konnte: der Ausgleich (20.).

Im Mittelabschnitt drehte Dortmund auf. "Wir haben den Faden verloren", verriet Schmitz, "wir haben uns nicht mehr an den Spielplan gehalten, viel zu fehlerhaft und kompliziert gespielt, das war der Knackpunkt." Die Eisadler zogen auf 5:1 davon (24., 25., 25., 33.).

Das Schlussdrittel verlief aus Sicht der Kobras unter dem Motto "Ergebniskosmetik". Denn die Gastgeber legten noch zwei Mal nach (44., 57.), ehe die Kobras noch zwei Treffer landen konnten (58., 60.). Beide Treffer wurden von den Offiziellen laut Spielbericht Tim Cornelißen zugeschrieben. Allerdings wurde Letzterer von Vavra verwandelt. Sein Glückstag war es definitiv nicht. Nicht nur der Treffer wurde dem tschechischen Torgaranten aberkannt. Mitte des zweiten Drittel erhielt der Stürmer eine Disziplinarstrafe wegen eines Checks gegen den Kopf eines Gegenspielers. Als er diese Strafe mit dem Unparteiischen nach dem Spielabpfiff noch mal ausdiskutieren wollte, erhielt er obendrein noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe und ist somit für die kommende Partie gegen Lauterbach gesperrt.

Strafminuten: Dortmund 6, Dinslaken 12+10+20 (Vavra).

(RP)