Lokalsport: Kobras brauchen ein Erfolgserlebnis

Lokalsport : Kobras brauchen ein Erfolgserlebnis

Eishockey. Dinslakener Regionalligist fährt heute Abend nach Neuss und empfängt am Sonntag die Neuwieder Eisbären.

Am Wochenende erwarten die Dinslaken Kobras in der Eishockey-Regionalliga zwei Spiele, deren Ausgangslage kaum unterschiedlicher sein könnte. Dabei geht es zunächst heute (20 Uhr) zum Neusser EV, am Sonntag (19 Uhr) stellen sich die Neuwieder Bären in Dinslaken vor.

Die Neusser haben ähnliche Startschwierigkeiten, in die Saison zu kommen wie die Kobras. Jedoch mit ganz anderen Voraussetzungen. Die Linksrheinischen profilieren sich seit geraumer Zeit als Ausbildungsstätte für junge Spieler, die den Sprung ganz nach oben nicht geschafft haben, und bieten ihnen die Möglichkeit, sich in der Regionalliga weiterzuentwickeln. Dies birgt aber auch Risiken. Gerade zum Saisonstart. Denn diese "Rohdiamanten" können zu Beginn noch nicht die Erfahrung und die Klasse haben, die sie benötigen, um eine Führungsrolle zu spielen. Diese Problematik nimmt aber im weiteren Saisonverlauf immer weiter ab, so dass man die Truppe von Trainer Fuchs keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen darf. Zudem müssen sich die Dinslakener auf eine schnelle und laufintensive Begegnung einstellen.

Mit Ken Passmann steht einer der besten Goalies der Liga im Neusser Tor, doch das Fehlen des Torjägers Holger Schrills sowie der Abgang des Rumänen Peter Balazs-Szabolcz wiegt schwer. Ob Schrills gegen die Kobras wieder auf dem Eis steht, bleibt spekulativ. Dass die Kobras auf einen Tabellennachbarn treffen und im günstigsten Fall durch einen Sieg die rote Laterne abgeben können, nicht.

Deutlich höher dürften die Trauben für die Sikorski-Truppe beim Heimspiel gegen die Neuwieder Bären hängen. Die gehörten schon in der vergangenen Spielzeit zu den Top-Teams der Liga und beendeten sowohl die Haupt- als auch die Meisterrunde als Zweitplatzierte. Um so verwunderlicher das damalige sang- und klanglose Ausscheiden im Viertelfinale gegen den Herforder EV.

Damit dies nicht noch einmal passiert, hat man personell nachgelegt und katapultiert sich damit erneut in den Kreis der Titelaspiranten. Ein Wiedersehen wird es mit einem ehemaligen Spieler der Kobras geben, denn Torwart Lukas Schaffrath trägt inzwischen das Trikot der Bären. Zwar hat ihn Coach Hergt bislang nur als Backup-Goalie eingesetzt, doch vielleicht wird er ihm gerade am Sonntag das Vertrauen schenken. Denn Schaffrath dürfte gegen seine alten Kollegen besonders motiviert sein.

(RP)