Knapper Sieg für TV Jahn Hiesfeld gegen VfB Speldorf

Fußball : TV Jahn Hiesfeld sendet ein Lebenszeichen im Abstiegskampf

Der Oberligist gewinnt das Kellerduell mit dem VfB Speldorf mit 2:1. Der Heimerfolg hätte durchaus auch höher ausfallen können.

Ein Zuschauer sprach beim Verlassen des Stadions Am Freibad erleichtert aus, was wohl viele Beobachter gedacht haben dürften: „Für die Seele war das mal wieder richtig gut.“ Der 2:1 (1:1)-Sieg im Kellerduell gegen den VfB Speldorf ging dem Fußball-Oberligisten TV Jahn Hiesfeld runter wie Öl.

Sechs Spiele hatten die „Veilchen“ auf einen Drei-Punkte-Erfolg warten müssen. Der bislang letzte Sieg gelang am 17. März (3:2 gegen den VfB 03 Hilden). Mit dem Heimerfolg gegen Speldorf gaben die „Veilchen“ noch einmal ein Lebenszeichen ab. „Die Botschaft lautet: Wir sind erst abgestiegen, wenn wir abgestiegen sind“, sagte Trainer Markus Kay. Im Vergleich zur Niederlage gegen Essen am Ostermontag zeigten sich die Hiesfelder, bei denen Michael Ohnesorge sein Comeback gab, leicht verbessert und weniger fehleranfällig. Die erste Chance verbuchten die Hausherren. In der zehnten Minute behauptete Nicolai Pakowski einen langen Ball, zwang Mülheims Schlussmann Leon Nevian bereits in die Knie, zielte aber knapp am linken Pfosten vorbei.

Besser machte es Nasrullah Dedemen wenig später – und wieder war Pakowski beteiligt. Der Angreifer spielte einen Pass in die Tiefe auf Gino Mastrolonardo, der im Strafraum auf den mitgelaufenen Dedemen ablegte – 1:0. „Wir zeigen ja in allen Spielen immer wieder, dass wir in der Lage sind, schnell zu kombinieren und schön vor das Tor zu kommen“, so Kay.

Die Hiesfelder waren die aktivere Mannschaft, schenkten Speldorf dann aber den Ausgleich. Nach einer Hereingabe ließ Kenneth Hersey den Ball unglücklich nach vorne abklatschen. Barkin Cömert staubte zum 1:1 (31.) ab. Der Tabellenvorletzte kam besser ins Spiel und Hiesfeld hatte Glück, dass der Schuss von Abdul Yussif (52.) an die Latte krachte. Dann aber schlug das Herz der Hiesfelder doch noch einmal höher. Kevin Kolberg und Nicolai Pakowski stellten sich nach Foul an Dedemen zum Freistoß auf. Pakowski war es, der letztlich zum 2:1 (58.) traf.

Die Führung hätte auch höher ausfallen können, doch Mastrolonardo, Dedemen, Kolberg und in der Schlussminute auch Kevin Menke vergaben ihre Chancen. Weil auch die Mülheimer Gäste nicht tatenlos waren, blieb es spannend. Der gute Kenneth Hersey rettete mehrfach in höchster Not. „Egal ob schön oder dreckig, der Sieg zählt“, wollte Lehrer Markus Kay seinem Team zwar keine Bestnoten geben, freute sich aber dennoch über das Lebenszeichen. Der Sieg war auch Balsam für die geschundene Teamseele.

TV Jahn Hiesfeld: Hersey – Tekum Tembu, Kisters (90. Corvers), Demler, Kolberg, Krystofiak, Goralski (24. Kudu), Mastrolonardo, Menke, Dedemen (77. Michael Ohnesorge), Pakowski.

(Ott)
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