Knapper Sieg für Eishockey-Regionalligist Dinslaken Kobras

Eishockey : Jesse Parker lässt die Dinslaken Kobras jubeln

Der Spieler des Regionalligisten erzielt beim 6:5 gegen den Neusser EV das entscheidende Tor in der Verlängerung.

Schon vor dem ersten Bully wurde es in der Dinslakener Eissporthalle spannend. Die Anhänger des Eishockey-Regionalligisten Dinslaken Kobras wählten ihren Lieblingsspieler am Fanstand. Kurz vor Beginn der Partie gegen den Neusser EV gaben die Kobras die Ergebnisse bekannt. Philipp Heffler setzte sich vor Torhüter Marvin Frenzel und Angreifer Stefan Dreyer durch.

Die anschließenden 60 Spielminuten waren gewohnt spannend, reichten aber nicht, um einen Sieger zu finden. Erst in der Verlängerung setzte sich der Gastgeber mit 6:5 (2:0, 2:2, 1:3, 1:0) durch und sicherte sich den sechsten Tabellenplatz. In der achten Minute setzte Philipp Heffler seinen Mitspieler Jesse Parker in Szene, der wiederum das 1:0 markierte. Kurz danach war der 26-jährige Kanadier der Vorbereiter. Stefan Dreyer erhöhte auf 2:0 (14.). Die Kobras zeigten eine ansprechende Leistung, wussten aber, wie so oft, in Überzahl nicht zu überzeugen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kassierten die Dinslakener dann den ersten Dämpfer. Der Neusser Maximilian Stein verkürzte auf 1:2 (22.). Doch davon ließ sich der Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen. Andrew Harrison stellte nur drei Minuten später den alten Abstand wieder her (25.).

Nach einer Zeitstrafe gegen Tobias Esch nutzte Neuss die Überzahl geschickt aus und kam durch Jerome Baum zum zweiten Treffer (38.). Doch auch auf diesen Nadelstich hatten die Kobras schnell eine Antwort parat. Der wieder genesene Pascal Behlau fand Leon Tarascheski, der auf 4:2 erhöhte (39.).

Als der bärenstarke Jesse Parker dann Anfang des letzten Drittels auf 5:2 erhöhte (45.), dachten die meisten wohl an eine Vorentscheidung. Doch die Gäste bewiesen einmal mehr, wie schnell eine Führung im Eishockey dahin sein kann. Durch die Tore von Francesco Lahmer (51.) und Patrick Fücker (58., 59.) kam der Neusser EV auf 5:5 zurück. Kurios: Beim Stand von 5:3 hatten die Gäste eine Auszeit genommen und danach innerhalb von 27 Sekunden die beiden Treffer erzielt. Was immer Boris Ackermann seiner Mannschaft gesagt hatte, die Worte fanden Anklang. Jesse Parker sicherte den Kobras in der Verlängerung den zweiten Punkt an diesem Abend (62.) und krönte damit seine Leistung.

Kobras-Trainer Milan Vanek war zufrieden und fasste die Partie mit einem Augenzwinkern zusammen: „Wir haben heute schon mal für die Play-offs geübt – wie es ist, wenn es knapp wird.“

Strafminuten: Dinslaken 10, Neuss 18.

(che)
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