Knapper Erfolg für Dinslaken Kobras gegen EG Diez-Limburg

Eishockey : Dinslaken Kobras schlagen den Spitzenreiter

Der Regionalligist feiert einen 6:5-Sieg gegen die EG Diez-Limburg und damit den dritten Erfolg in Folge.

Die Dinslaken Kobras sind wieder da. In einem dramatischen Spiel besiegte der Eishockey-Regionalligist den bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter EG Diez-Limburg mit 6:5 (1:1, 2:3, 3:1) und holte sich damit den dritten Sieg in Folge. Dabei mussten die Dinslakener auf einen ganzen Block verzichten, allerdings fehlten auch den Gästen drei Stammspieler. Die Rockets dominierten von Beginn an und gingen durch Alexander Seifert in Führung. Doch der Gastgeber zeigte sich unbeeindruckt und versuchte, das Tempo mitzugehen. Wieder einmal war Martin Beneš mit seinem Tor zum 1:1 (17.) der Eisbrecher für die Kobras. Die Zuschauer sahen im ersten Drittel überlegene Gäste und mit Mann und Maus verteidigende Kobras. Marvin Frenzel spielte besonders stark.

Als die Dinslakener sich im Mittelabschnitt durch Treffer von Dennis Appelhans und Leon Taraschewski bis zur 26. Minute einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielt hatten, deutete sich schon eine Überraschung an. Doch zwischen der 32. und 38. Minute glich die EG Diez-Limburg durch zwei Treffer von R.J. Reed aus und ging zwei Minuten vor dem Drittelende sogar mit 4:3 in Führung. Dem vermeintlichen 4:4 durch Jesse Parker versagten die Schiedsrichter die Anerkennung. Da war Gäste-Torwart Jan Guryca schon nicht mehr dabei. Er hatte sich bei einer Parade ohne gegnerische Einwirkung so stark verletzt, dass er in der 35. Minute durch Tim Stenger ersetzt werden musste.

Der letzte Abschnitt hatte es dann in sich. Zunächst erzielte Leon Taraschewski das 4:4 (42.), danach überwand Petr Macaj Tim Stenger zum 5:4 (55.). Sekunden später jubelten die Gäste. Alexander Seifert hatte für den erneuten Gleichstand gesorgt. Dann kam die Szene, an der sich die Gemüter erhitzten. Parker lief auf das gegnerische Tor zu und wurde von Alexander Seifert von den Beinen geholt. Er rutschte auf Goalie Tim Stenger zu und erwischte ihn so unglücklich, dass dieser sich verletzte. Nach einer Pause kehrte Stenger sichtlich angeschlagen zwischen die Pfosten zurück. 58 Sekunden vor Schluss schenkte ihm Dennis Appelhans noch den Siegtreffer für die Kobras ein.

„Es war ein hart umkämpftes Spiel mit dem besseren Ende für uns, weil wir zielstrebig und vor dem Tor sehr kaltschnäuzig agiert haben“, so Verteidiger Moritz Hofschen. „Wir haben defensiv sehr gut gearbeitet und jeder ist für den anderen gelaufen. So haben wir als erstes Team den Spitzenreiter schlagen können. Das zeigt, dass mit uns wieder zu rechnen ist.“

Strafminuten: Dinslaken 10, Diez-Limburg 18.

(RP)