Knappe Niederlage für MTV Rheinwacht Dinslaken gegen TV Korschenbroich

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken verpasst den ersten Punkt

Der ersatzgeschwächte Regionalligist verliert auch das zweite Saisonspiel. Beim 26:27 (13:16) gegen den TV Korschenbroich hätte die Mannschaft aber nach einer guten Leistung einen Zähler verdient gehabt.

Das zweite Spiel, die zweite Niederlage: Doch auch diese, wie schon vor einer Woche zum Saisonauftakt in Köln, war unnötig. Beim 26:27 (13:16) gegen den hoch favorisierten TV Korschenbroich bot der Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken eine gute Leistung, wurde am Ende dafür aber nicht belohnt. „Die Mannschaft hat nie den Mut verloren“, sagte dann auch Trainer Harald Jakobs. „Doch leider blieb der verdiente Lohn dafür aus.“

Dabei wurde es nach einem deutlichen Rückstand (20:25) in der Schlussphase noch mal richtig spannend. Angetrieben von den Zuschauern holten die Dinslakener Tor um Tor auf, ehe Philipp Tuda in der 58. Minute nervenstark per Siebenmeter zum nicht mehr für möglich gehaltenen 26:26-Ausgleich traf. Doch die zuvor sehr starken, aber dann doch verunsicherten Gäste konterten und gingen wieder in Führung. Als der nächste Angriff der MTVer dann nichts mehr einbrachte, ließen die beiden Schiedsrichter die Gäste knapp eine Minute ihren Angriff ausspielen, der aber auch nicht zum Torferfolg führte.

Und dann schauten Yassin Velasco und Max Wessendorf nicht genau hin. Der Korschenbroicher Philip Schneider schlug den von MTV-Keeper Dominik Köller abgewehrten Ball nämlich beim Zurücklaufen mit der Hand in Richtung eigenes Tor. Ein Vergehen, das in der Schlussminute mit einer Roten Karte und einem Siebenmeter hätte bestraft werden müssen. Doch die beiden Unparteiischen hatten diese Aktion, wie sie später auf Befragen sagten, so nicht gesehen. Das Spiel lief weiter, wertvolle Sekunden vergingen und dem Gastgeber wurde damit die Chance auf den Ausgleich genommen.

Harald Jakobs wollte diese Situation kurz nach der Partie gar nicht bewerten, sondern sprach seiner Mannschaft ein dickes Lob für die Leistung aus, die ihnen fast noch den ersten Punkt beschert hätte. Denn ohne die langzeitverletzten Marco Banning, Dennis Backhaus, Nils Kruse und Maximilian Reede sowie nun auch noch ohne Abwehrakteur Robert Jakobs (Bandscheibenvorfall) und Torhüter Nils Ahlendorf (Meniskusschaden) hatte man dem MTV für diese Partie eigentlich überhaupt keine Chance gegeben.

„Leider hatten wir phasenweise in der Abwehr große Probleme und haben auch vorne eine ganze Reihe von Chancen liegen gelassen“, trauerte Jakobs den vielen vergebenen Möglichkeiten nach. Da half es auch nichts, dass Kreisläufer Christoph Enders eine Sahnetag erwischt hatte und auch Steffen Hahn – bei allerdings zu vielen Versuchen – siebenmal traf. Der junge Luca Steffel im Tor wurde in der Anfangsphase zu oft allein gelassen, ehe er auch haltbare Bälle passieren lassen musste.

Als Dominik Köller schließlich im zweiten Abschnitt eingewechselt wurde, war das Spiel schon fast verloren. Zudem kam auch diesmal viel zu wenig aus dem MTV-Rückraum. Mirko Krogmann fand gar nicht ins Spiel und für einen, allerdings verbesserten Fabian Gorris, sind zwei Tore einfach zu wenig.Kein einziges Mal lag der MTV in Führung, raffte sich bei den Rückständen (3:7, 7.11)) aber immer wieder auf.

So nahm sich Steffen Hahn beim Stand von 12:12 einen Wurf, obwohl er die Aktion von ganz außen besser abgebrochen hätte. In Abschnitt zwei schienen die Korschenbroicher einem sicheren Sieg entgegen zu streben, ehe es in der Schlussphase noch richtig dramatisch wurde.

MTV Rheinwacht Dinslaken: Steffel, Köller – Ahls, Hahn (7), Krogmann (2), Pagalies (1), Gorris (2), Tuda (3/1), Lösche, Enders (7), d’Auria (1), Höffner (3), Hetzel, Czeslik.

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