Lokalsport: Klassenerhalt so gut wie gesichert

Lokalsport : Klassenerhalt so gut wie gesichert

Schach: Dinslakener Oberligist holt sich ein wichtiges 4,5:3,5 in Plettenberg.

Schachsport ist nicht gerade die Disziplin, in der ein Spiel innerhalb von einer Minute entschieden wird. Am Sonntag jedoch war das der Fall: Der Dinslakener Thomas Trella hatte wie sein Gegenüber nur noch eineinhalb Minuten auf der Uhr. Trella bot angesichts der festgefahrenen Situation ein Remis an, doch Jeroen Bosch schlug zur Überraschung aller Anwesenden im Plettenberger Schachsportheim aus. Sein nächster Zug bedeutete nicht bloß Trellas Sieg, sondern auch den des gesamten Dinslakener Teams. Der SV Dinslaken fuhr mit einem 4,5:3,5-Auswärtserfolg nach Hause und hat den Klassenerhalt in der Oberliga NRW so gut wie sicher.

In den Vorjahren reichten neun Zähler stets für den Ligaverbleib. In den zwei noch ausstehenden Spielen trifft der SV unter anderem auf das erfolglose Schlusslicht Lieme. Im Erfolgsfall könnte der SVD am letzten Spieltag sogar um den Aufstieg kämpfen. Aber darauf wollte sich Christof Sielecki nicht zu sehr konzentrieren. "Ich bin erstmal super zufrieden, dass wir so komfortabel den Klassenerhalt erreichen können."

Angenehm war der Ausflug ins 130 Kilometer entfernte Plettenberg nicht. Alles deutete auf ein Remis hin. Guido Kern trennte sich zügig mit Hans Klip an Brett drei unentschieden. Auch Kapitän Sielecki spielte an Brett eins gegen Michael Thorsten Haub ein schnelles Remis. Der gut aufgelegte Johannes Mundorf hatte zwischenzeitlich eine Siegmöglichkeit. Kontrahent Max Bouaraba wendete diese ab und zwang Mundorf zu einem weiteren Remis.

Bernhard Stillger, noch immer auf Rang zwei der Scorerliste, legte gegen Marc Schulze an Brett fünf das nächste Unentschieden nach. An Brett sieben hatte Konstantin Cebulla allerdings Schwierigkeiten - mehr mit der Zeit als mit Herausforderer Thomas Kuhnen. Cebulla bezog die einzige Niederlage der Dinslakener. Da Rainer Ossig verhindert ware, sprang Danny Franke aus der Reserve ein. Franke holte bei seinem Oberliga-Debüt für den SVD gegen Manfred Nölke ein Unentschieden heraus.

Fassungslos war Sielecki wegen des Trella-Thrillers an Brett zwei: "In 25 Jahren Schachsport habe ich so etwas erst einmal erlebt. Wir hatten uns eigentlich mit einem Unentschieden abgefunden."

(lo)