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Lokalsport: Kartenspiel zwischen SuS und Voerde

Lokalsport : Kartenspiel zwischen SuS und Voerde

Kreisliga A: Im Nachbarschaftsduell verteilte der Schiedsrichter zehn Gelbe Karten und vier Platzverweise. Etwas Fußball wurde auch gespielt. Niklas Opriel schießt für die Dinslakener das Tor des Tages zum 1:0 (1:0)-Erfolg.

Mehr Derby-Charakter geht wirklich nicht. Viele kleine Fouls und Nickligkeiten zwischen den Spielern, ein teilweise überforderter Schiedsrichter, strahlender Sonnenschein und mäßiger Fußball an der Gneisenaustraße. Im Nachbarschaftsduell der Fußball-Kreisliga A (Gruppe 2) konnte sich der Tabellenführer SuS 09 Dinslaken mit 1:0 (1:0) gegen den TV Voerde durchsetzen.

Schon in der Anfangsphase schenkten sich beide Mannschaften nichts. Die Gäste hatten das Hinspiel mit 2:1 für sich entscheiden können, nicht nur deshalb waren die Spieler des SuS gewarnt. Ein lockeres Abtasten in den ersten 20 Minuten gab den Zuschauern Zeit, das schöne Wetter zu genießen. Dann kam der Weckruf der Gastgeber durch Niklas Opriel. Der Stürmer verfehlte das Tor der Gäste mit einem Distanzschuss denkbar knapp. Kurze Zeit später klingelte es dann im Kasten des TVV. Ein schön herausgespielter Angriff über die rechte Seite: Jan-Niklas Bongartz bedient Georg Hanna, der aus fünf Meter schießt. Voerdes Keeper Pierre Sippekamp ist auf dem Posten, reagiert exzellent, aber Opriel steht perfekt und kann den Abpraller zur Führung einschieben (24.).

Das sollte es vorerst aber gewesen sein mit Fußball. Fortan dominierten viele Zweikämpfe im Mittelfeld das Geschen. Die große Unzufriedenheit auf beiden Seiten brachte zusätzliche Verwarnungen wegen Meckerns. Kurz vor der Pause gab es noch einen Aufreger. Voerdes Stürmer Christopher Harder foulte SuS-Spieler Max Suchomel von hinten und wurde mit der Roten Karte in die Kabine geschickt (45.).

Nach dem Pausentee rückten die Fouls immer weiter in den Vordergrund. Die Gastgeber machten wenig aus ihrer Überzahl. Diese hatte sich nach einer Viertelstunde auch erledigt, als Kristian Sljvic die Gelb-Rote Karte sah (61.). Es dauerte aber nicht lange, da flog schon der nächste vom Platz. SuS-Stürmer Georg Hanna ließ sich geschickt fallen, der Unparteiische entschied auf Notbremse und somit auf Rot für Voerdes Dennis Domnik. Den letzten Platzverweis des Tages kassierte Voerdes Marcel Lüger in der 86. Minute, auch er sah die Gelb-Rote Karte.

"Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert, aber brauchen uns für die gezeigte Leistung nichts vorzuwerfen", sagte Voerdes Trainer Jörg Lieg nach der Begegnung . Sein Pendant Thorsten Schramm war zumindest mit dem Ergebnis zufrieden: "Das war ein richtiges Derby. Die Aggressivität zwischen den beiden kenn' ich sonst nur aus dem Ulcus. Es ist eine große Erleichterung, das Spiel gewonnen zu haben, wir hatten im Vorfeld viel Respekt vor Voerde."

SuS 09:Strewginski; Smietana, Bongartz, Opriel, Grollmuss (85. Lamprecht), Suchomel, Krönung, Pieper, Sljvic, Andrzejak, Hanna (68. Eiland).

TVV: Sippekamp; Eisenberg, Warmann (45. Domnik), Steup, Brands, Harder, Lüger, Siep, Pyta, Fahnenbruck (72. Cygon), Scholl (84. Isenberg).

(RP)