Lokalsport: Jugendarbeit des TV Voerde zahlt sich aus

Lokalsport : Jugendarbeit des TV Voerde zahlt sich aus

Fußball-Kreisliga A: Einige A-Junioren haben in den vergangenen Wochen den Kader der ersten Mannschaft verstärkt, um sich für künftige Einsätze anzubieten. Langfristig ist es das Ziel des Vereins, alle Spieler beim TVV zu halten.

Jörg Lieg, seit dieser Saison Trainer des Fußball-A-Ligisten TV Voerde, setzt verstärkt auf die Jugend. Niklas Kampen, der in der vergangenen Saison noch in der A-Junioren-Leistungsklasse gespielt hat, kommt regelmäßig zum Einsatz. Darüber hinaus lädt der Coach die älteren Jahrgänge der aktuellen A-Jugend von Trainer Christoph Frömmel regelmäßig zum Training ein, damit sie erste Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln und die Mannschaft kennenlernen können. "Von dem, was die Jungs mir berichtet haben, sind sie sehr gut aufgenommen worden. Sie werden gefördert und bekommen Tipps. So soll es auch sein", sagt Frömmel. Am meisten Eindruck hinterlassen konnten bisher Benedikt Kaplon und Til Faßbender, die beide zuletzt sogar in der Startelf der Seniorenmannschaft standen. Stürmer Faßbender konnte auch schon ein Tor erzielen.

"Das ist ja keine kurzfristige Geschichte. Wir sind schon seit drei, vier Jahren im Gespräch, als man ahnen konnte, dass einige Jungs mit Talent dabei sind, die wir fördern müssen. Im 1998er-Jahrgang waren schon ein paar dabei. Im 1999er-Jahrgang sind es sechs bis sieben. Im 2000er sind es etwa zehn potenzielle Top-Leute. Langsam kommt die Zeit, in der wir aus der Ausbildung Kapital schlagen können", sagt Frömmel, der nach der Spielzeit in den erweiterten Vorstand eintreten wird. Frömmels Co-Trainer Michael Drieschner, der 2012 als Verantwortlicher die A-Jugend übergeben hatte, sprach vom größten Schwung an A-Jugendlichen, der in den vergangenen Jahren in die erste Mannschaft übergehen wird. "Wir versuchen, die Jungs in der ersten Mannschaft zu etablieren, aber nicht alle schaffen den Sprung", sagt Frömmel. "Unsere Zweitvertretung ist in der Kreisliga B erfolgreich. Die Trainer hören allerdings nach der Saison berufsbedingt auf. Da suchen wir geeignete Nachfolger. Die ehemaligen Jugendspieler sollen federführend die aktuellen Jugendlichen hochziehen", sagt Fußball-Abteilungsleiter Norbert Litschko.

Mittelfristig sollen möglichst alle Spieler, die die Jugendmannschaften durchlaufen haben und sich häufig schon seit Bambini-Zeiten kennen, zusammen als Seniorenmannschaft auf den Platz gehen - ob in der ersten, zweiten oder wahrscheinlich bald auch in der dritten Mannschaft, die laut Litschko in Betracht gezogen wird. Der größte Unterschied zwischen Senioren und A-Jugend sei, dass deutlich körperlicher gespielt werde "Es gibt Spieler, die das relativ schnell verpacken, andere brauchen etwas mehr Zeit. Das sind dann manchmal nicht nur drei, vier Monate. Manchmal kann es bis zu einem Jahr dauern", sagt Jörg Lieg. "Wir schlagen durch die Jugendlichen Kapital, da wir kein Geld haben. Wir werden alles tun, um die Jungs hierzuhalten", sagt Norbert Litschko.

Mit der aktuellen A-Jugend stehen die Voerder momentan auf Platz fünf und haben noch einige Nachholspiele in der Hinterhand. Mit etwas Glück wäre die Niederrheinliga-Qualifikation möglich. "Wir haben eine Seuchensaison mit vielen Verletzten", sagt Trainer Frömmel. Kapitän Henning Musolf riss sich beim ersten Saisonspiel bereits zum zweiten Mal das Kreuzband, Til Faßbender fiel zwischenzeitlich zweieinhalb Monate aus. Jakob Olfen weilte ein halbes Jahr in Australien. "Beim Topspiel in Speldorf haben sieben Akteure gefehlt. Eine Platzierung zwischen zwei und vier wäre schon gut. Wenn es die Niederrheinliga-Quali werden sollte, nehmen wir das gerne mit", sagt der Coach der A-Junioren.

(RP)