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Jens Nowotny hatte ein begehrtes Trikot mitgebracht

Jens Nowotny hatte ein begehrtes Trikot mitgebracht

Einen gelungenen Auftakt zu „einer sich wiederholenden Veranstaltung“, so Moderator Walter Germ, markierte die Premiere des „Talk in der Turnhalle“, den der TV Jahn Hiesfeld in der Turnhalle am Jahn-Stadion abhielt. Gäste der ersten Talkrunde á la „Doppelpass“ waren Markus Feldhoff, Thomas Nellen, Wolfgang de Beer und zu späterer Stunde auch noch Ex-Nationalspieler Jens Nowotny. Nicht nur durch diese illustre Runde wollte Germ, bei der Sporthilfe Duisburg aktiv, gesichert wissen, dass „der Fußball in Hiesfeld auch in Zukunft eine herausragende Rolle einnehmen soll“ – dem Abstieg der Feldhoff-Elf aus der Landesliga zum Trotz. Und, so stellte der redegewandte Germ nach einem einleitenden Scherz – „Germ, wie der Knödel. Äußerliche Ähnlichkeiten sind unbeabsichtigt“ – schnell klar: Es soll eine „sich wiederholende Veranstaltung“ sein, mit unterschiedlichsten Themen aus der Welt des Sports.

Bevor es an den ersten Themenkomplex ging stellte Germ die Runde den Besuchern noch einmal ausgiebig vor, und bei allen ernsthaften Diskussionen kam der Spaß nicht zu kurz. So bemerkte der ehemalige Bundesliga-Profi Feldhoff bei der Verlesung seiner Vita, dass er angesichts seiner enormen Trefferquote in der Regionalliga wohl nun „in der für mich richtigen Liga angekommen“ sei. Und auch der Abstieg wurde nur beiläufig thematisiert, als Feldhoff bei Germs Frage nach der Landesliga-Elf auf „seit gestern Bezirksliga“ verwies, Germ dies aber „gekonnt ignorierte“.

Thomas Nellen vertrat den verhinderten Walter Hellmich als Repräsentant des Bundesliga-Aufsteigers MSV Duisburg und brachte sein Wissen als Mann der Marketingabteilung der Hellmich-Gruppe immer wieder ein, während de Beer interessante Geschichten aus seiner Laufbahn als Bundesliga-Torwart und jetziger Torwart-Trainer von Borussia Dortmund erzählte. Dabei ließ sich der Ur-Dinslakener – oder Hiesfelder, wie die Menge vehement forderte – nicht von den vielen Infos aus der Ruhe bringen, die der bestens präparierte Germ aus dem Hut zog. Wie die Tatsache, dass der Keeper bei seinem Bundesliga-Debüt für den MSV gegen Werder Bremen nach fünf Gegentoren sogar ausgewechselt wurde. Dies konterte de Beer trocken: „Ich habe in meiner Laufbahn im Schnitt fünf Dinger gegen Bremen kassiert, gegen die gab es irgendwie nie was zu holen – aber gewonnen haben wir ja trotzdem genug.“

Patenschaften

Den Höhepunkt des Abends markierte der Besuch Nowotnys, der bei der um 19 Uhr beginnenden Veranstaltung erst um 20.45 Uhr eintraf, aber dennoch geduldig Rede und Antwort stand. So berichtete der Ex-Internationale über Erfolge, Verletzungen, das Leben als „Hausmann“ nach seinem Rücktritt und dass er bei einem entsprechenden Angebot vielleicht doch noch einmal ins Grübeln kommen würde. „Man soll schließlich nie 'nie‘ sagen, das habe ich mittlerweile gelernt“, so Nowotny, der gemeinsam mit Feldhoff in diversen Jugend-Auswahlmannschaften des DFB auflief. Besonders wichtig waren Nowotny aber seine Patenschaften für Hilfsprojekte – und ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft mit Unterschriften aller Spieler des „Sommermärchens“. „Ich war auf einer Veranstaltung, auf der ein Trikot mit allen Unterschriften für einen guten Zweck versteigert wurde. Und da sah ich, wie der zweithöchste Bieter plötzlich zuckte, als er das neue Angebot vernahm. Da habe ich ihm ausrichten lassen, dass ich noch ein Trikot habe – und das habe ich nun mitgebracht“, erläuterte Nowotny, der dieses Trikot an „Veilchen“-Manager Harald Plank übergab.

(RP)