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Handball: Jahn gewinnt Derby gegen schwachen MTV

Handball : Jahn gewinnt Derby gegen schwachen MTV

Beim verdienten 29:25-Erfolg der Hiesfelder in der Douvermannhalle fanden die Gastgeber nie zu ihrem Spiel. Rot für Maxi Reede.

Es war eigentlich wie immer, wenn der MTV Rheinwacht und der TV Jahn im Dinslakener Stadtderby der Handball-Oberliga aufeinander treffen. Die eine Mannschaft ist Favorit, doch die andere gewinnt. So auch gestern vor gut gefüllten Rängen in der Sporthalle an der Douvermannstraße. Die Hiesfelder, vor der Partie auf einen Abstiegsplatz in der Tabelle abgerutscht, zogen dem im oberen Tabellendrittel angesiedelten MTV den Zahn und setzten sich am Ende klar und verdient mit 29:25 (13:11) durch.

 Nach der Schlusssirene bedankten sich die Hiesfelder Spieler bei ihren Fans für die Unterstützung während der Partie.
Nach der Schlusssirene bedankten sich die Hiesfelder Spieler bei ihren Fans für die Unterstützung während der Partie. Foto: Büttner, Martin (m-b)

Für Marius Timofte, den Spielertrainer der Gastgeber, war entscheidend, "dass wir die unsere Tore viel zu schnell erzwingen wollten, was gründlich daneben ging". Das lag vor allem auch daran, dass die Hiesfelder Torhüter auch diesmal wieder über sich hinaus wuchsen. War es Adrian Schnier, der in der ersten Halbzeit Bälle in Serie parierte und so den Favoriten immer nervöser agieren ließ, so knüpfte Stefan "Paule" Meyer im zweiten Abschnitt an die Leistung Schniers an. Auch bei einer ganz entscheidenden Szene hatte Meyer seine Hände im Spiel. Als er nämlich beim Stande von 20:23 nach der zweiten Auszeit der Dinslakener einen Siebenmeter von Marius Timofte hielt, wuchs das Selbstvertrauen der Hiesfelder weiter und sie spielten die Partie bis zum Ende ganz souverän herunter.

Selbst als nur wenig später der baumlange Maximilian Reede nach einem überflüssigen Foul an Daniel Staub seine dritte Zeitstrafe kassierte und damit auf die Tribüne musste, ließen sich die Hiesfelder nicht aus dem Konzept bringen, obwohl ihnen ein ganz wichtiger Mann für den Rückraum damit verloren ging. "Da hat dann Timo Bestier Verantwortung übernommen", lobte Jahn-Trainer Matthias Waclawczyk einen Spieler seiner Truppe. Ansonsten machte er aber der gesamten Mannschaft ein Riesenkompliment, angefangen von den beiden Torhütern bis zum Linksaußen. Mit Philipp Tuda hob er aber trotzdem noch einen Mann besonders hervor. Der machte gestern auch ein Riesenspiel, war wahrscheinlich auch deshalb besonders motiviert, weil er während seiner Zeit beim MTV unter Marius Timofte nicht richtig zum Zuge gekommen war. Ein triumphierender Seitenblick auf seinen ehemaligen Trainer nach einem seiner Treffer sprach jedenfalls Bände.

"In der Abwehr waren wir zunächst zu defensiv, im Angriff konnten wir uns nicht durchsetzen", brachte der Dinslakener Spielertrainer das Problem der Gastgeber später auf einen Nenner. "Bis auf die kurze Phase nach der Pause, als wir sogar einmal in Rückstand geraten sind, haben wir das Spiel eigentlich dominiert", war Timoftes Gegenüber Matthias Waclawczyk natürlich hoch erfreut über die beiden nicht unbedingt erwarteten Punkte. Dabei verzichteten die Hiesfelder aber noch auf Kevin Kirchner, der nach seiner schweren Ellenbogenverletzung aber das Training wieder aufgenommen hat,, aber wahrscheinlich erst im Februar wieder voll zur Verfügung steht.

Zwar führten die Hiesfelder bis auf eine Ausnahme — 15:14 für den MTV — das ganze Spiel über, doch es blieb stets eng, ehe der TV Jahn in den letzten zehn Minuten seine Führung weiter ausbaute und nicht mehr in Gefahr geriet.

(RP)