Hünxer Vielseitigkeitsturnier ist abgesagt

Pferdesport : Hünxer Vielseitigkeitsturnier ist abgesagt

Der RuF Hünxe kann die Titelkämpfe nicht wie geplant am nächsten Wochenende ausrichten. Als Grund führt der Verein den trockenen Boden an. Dadurch sei die Sicherheit der Teilnehmer gefährdet.

Hans-Gerd Neukäter hatte es schon kommen sehen. Nun steht es endgültig fest: Das Internationale Vielseitigkeitsturnier mit Rheinischer Meisterschaft des Reit- und Fahrvereins Hünxe kann nicht wie geplant am Samstag, 14. Juli, und Sonntag, 15. Juli, stattfinden. „Wir haben Anfang dieser Woche den Boden geprüft. Die Sicherheit ist nicht gewährleistet“, sagt Neukäter, stellvertretender Vorsitzender des Vereins.

Das anhaltende Sommerhoch entpuppte sich für die Hünxer als Fluch. Die trockene Witterung hat dem Boden nicht gut getan. Mit jedem Starter, der auf die Strecke geht, würde das Geläuf tiefer werden. „Es ist ein Problem für die Sicherheit. Da geht es um die Gesundheit von Reiter und Pferd“, sagt Neukäter. Weil zudem Waldbrandgefahr besteht, blieb dem Verein keine Wahl. „Da die Wetterprognose auch für die kommende Woche keine Änderung vorhersagt, mussten wir schweren Herzens absagen.“

Ganz besonders trifft die Absage Jana Lehmkuhl und Helena Bottermann. Die beiden Reiterinnen, die im Bundeskader der Vielseitigkeits-Ponys stehen, wollten sich beim Heimturnier für eine Nominierung für die Europameisterschaften empfehlen. „Das macht die Absage umso bitterer“, sagt Neukäter. Der Bundestrainer der Ponyreiter hatte sich angekündigt und wollte das Turnier als Sichtung nutzen. „Wir haben ihn natürlich sofort informiert und er ist bereit, diese Sichtung im Training durchzuführen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende, der auch den niederländischen Nationaltrainer informieren musste. Auch dieser wollte nach Hünxe kommen.

Das erstklassige Turnier hätte der Höhepunkt und gleichzeitig auch der vorläufige Abschluss im Veranstaltungskalender des RuF Hünxe sein sollen. „Prüfungen in dieser Qualität und Güte gibt es nicht so oft“, sagt Hans-Gerd Neukäter, der allerdings nicht ganz ausschließen möchte, dass das Turnier zu einem späteren Zeitpunkt nicht doch noch durchgeführt werden kann.

Der Weg dahin ist allerdings mit mehreren hohen Hürden gespickt. „Weil es ja ein internationales Turnier ist, müssten wir uns einen neuen Termin erst bei mehreren Verbänden genehmigen lassen“, sagt Hans-Gerd Neukäter.

Üblicherweise haben die Hünxer rund ein Jahr Vorlauf für die Organisation. „Wir haben es auch schon schneller geschafft, aber es gibt viel zu bedenken. Zwei bis drei Monate müsste man schon haben“, sagt Neukäter. Das Sommerwetter kann er aus nachvollziehbaren Gründen weiterhin nur schwer genießen: „Der ganze Stress ist wegen der Absage jetzt um eine Woche vorgezogen.“

Mehr von RP ONLINE