Hünxe: Timo Schaffeld gewinnt Drevenacker Abendlauf

Leichtathletik : Timo Schaffeld gewinnt den Drevenacker Abendlauf erneut

Der Oberhausener ist bei der Veranstaltung der TuS Drevenack wie schon 2017 über 10.000 Meter erfolgreich. Illian Martens stellt über 5000 Meter einen neuen Streckenrekord auf. Resonanz ist mit 1404 Meldungen wieder gut.

Immer wieder tauchten gelbe Pappbecher in den Händen der Streckenposten auf, immer wieder griffen die Läufer beherzt zu. Wasser schwappte über und spritzte auf die Kleidung der Sportler und Helfer. Über ein paar Wassertropfen wollte sich am Freitag bei der 15. Ausgabe des Dre­venacker Abendlaufs aber niemand beschweren, denn bei rund 25 Grad wurde auch dem trainiertesten Starter richtig warm. „Mit Sicherheit sind ein paar Grad weniger besser für das Laufen. Aber wir mussten die Veranstaltung schon einmal wegen eines Gewitters abbrechen. Deshalb bin ich mit den Wetterverhältnissen zufrieden“, sagte Organisator Manfred Franz, der sich über die gute Resonanz freute.

1404 Meldungen unterstrichen einmal mehr die Bedeutung des Abendlaufes. Der ausrichtende Verein TuS Drevenack konnte damit mehr als zufrieden sein. Am Start war auch der Kader des Fußball-Landesligisten PSV Wesel. Die Kicker, die sich mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison befinden, konnte somit schon einmal eine besondere Konditionseinheit absolvieren. Und Zuschauer, die alle Läufe anfeuerten, gab es dabei auch noch.

1404 Meldungen verbuchte der Veranstalter TuS Drevenack. Beim Hauptlauf waren 329 Teilnehmer am Start. Foto: FUNKE Foto Services

Die Hitze konnte eine Bestmarke nicht verhindern. Der Niederländer Illian Martens vom AV Cifla lief über fünf Kilometer in 15:16 Minuten einen Streckenrekord. Das 17-jährige Talent aus Nimwegen nahm zum ersten Mal am Drevenacker Abendlauf teil. „Ich absolviere um die 20 Rennen im Jahr und trainiere fast täglich, denn ich möchte professioneller Läufer werden. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr bei den Europameisterschaften meiner Altersklasse dabei sein kann“, sagte Martens. Bei den Frauen gewann Kathrin Willmes in 19:24 Minuten. Den Schülerlauf über 1000 Meter entschied Florian Nitz (TV Voerde) in 3:07 Minuten für sich. Schnellste Starterin war Alexa Heiermann in 3:30 Minuten.

Für Abkühlung auf der Strecke war gesorgt: Sven Nitsch von den Lauffreunden HADI Wesel nutzte das Angebot. Foto: FUNKE Foto Services/Lars Fröhlich

Im Hauptrennen über zehn Kilometer setzte sich bei den Männern wie 2017 Timo Schaffeld vom OTV Endurance Team in 34:01 Minuten durch. „Ich trainiere im Moment für einen Triathlon, bei dem ich gerne die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii schaffen würde. Da ich im vergangenen Jahr schon hier gewonnen habe, wollte ich wieder eine Laufeinheit unter Wettkampfbedingungen in Drevenack haben“, sagte Schaffeld, der seine Konkurrenz in der zweiten Runde abgehängt hätte. Zweitschnellster Athlet war Henning Vengels in 35:45 Minuten. „Ich komme aus Schermbeck und studiere in Bochum. Den Abendlauf verbinde ich immer mit einem Familienbesuch. Eigentlich bin ich Ultra-Läufer, also Entfernungen so um die 100 Kilometer reizen mich. Ich hätte nicht unbedingt gedacht, dass es hier für das Podest reicht“, sagte Vengels. Dritter wurde der Dinslakener David Seidel, der für Bayer Dormagen startet, in 36:38 Minuten. „Ich bin nicht wirklich zufrieden. Ich war etwas länger verletzt, trainiere erst wieder seit drei Wochen und weiß, dass ich deutlich besser laufen kann. Wenn ich nicht verletzt bin und die Zeit es zulässt, bin ich nächstes Jahr wieder dabei“, sagte Seidel.

Bei den Frauen siegte Carina Fierek vom TuS Xanten in 40:25 Minuten. „Ich habe schon ein bisschen damit gerechnet, hier in Drevenack zu gewinnen. Es war ganz schön warm auf der Strecke, aber einige Anwohner haben ihre Rasensprenger an die Straße gestellt. Den einen oder anderen habe ich auch mit einem Wasserschlauch gesehen. Das waren sehr gute Abkühlungen für uns Läufer“, sagte Carina Fierek, die jetzt beste Chancen hat, die Laufserie um den Lippe-Issel-Cup zu gewinnen. Drittschnellste Frau war Elisa Bruné vom Reiterverein Diana Diersfordt, die nach 41:13 Minuten ins Ziel kam.

Mehr von RP ONLINE